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Wirtschaft 13.08.2026, 13:20 Aktualisiert: 13.08.2026, 23:02

Trockenheit lässt Getreideernte in Deutschland einbrechen

3 Mio. Tonnen Getreide und Raps seit Mitte Juni verloren.

Wichtige Fakten

  • 3 Mio. Tonnen Getreide und Raps seit Mitte Juni verloren.
  • Einnahmeverluste von 600 Mio. Euro für Landwirte.
  • Ernteprognose: 40,6 Mio. Tonnen, 10% unter Vorjahr.
  • Weizenpreis: 220 Euro pro Tonne, leicht über Vorjahr.
  • Verbraucherpreise für Brot bleiben stabil, sagt Verband.

Ernteeinbußen durch Dürre

Die anhaltende Trockenheit in Deutschland hat zu erheblichen Verlusten in der Landwirtschaft geführt. Nach Angaben des Deutschen Raiffeisenverbands sind seit Mitte Juni rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren gegangen. Dies entspreche einem Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die erwartete Erntemenge von 40,6 Millionen Tonnen läge damit deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 45 Millionen Tonnen, das der Bauernverband damals als zufriedenstellend bezeichnete.

Finanzielle Einbußen und Preise

Die Einnahmeverluste für die Landwirte werden auf 600 Millionen Euro beziffert. Für Verbraucher dürften die Preise für Brot und Backwaren jedoch stabil bleiben, da der Getreideanteil am Endpreis nur im niedrigen Cent-Bereich liege, wie der Getreidemarktexperte Guido Seedler betont. Entscheidend seien vielmehr Energie-, Lohn- und Bürokratiekosten.

Logistik und Versorgung

Probleme könnten jedoch durch das Niedrigwasser in deutschen Flüssen entstehen, das die Binnenschifffahrt beeinträchtigt. Dadurch könnte der Transport von Getreide, Futtermitteln und Düngemitteln erschwert werden. Die Lagerkapazitäten seien zwar ausreichend, der Weitertransport sei jedoch ein kritischer Faktor.

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