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Wirtschaft 14.04.2026, 08:23 Aktualisiert: 14.04.2026, 10:19

Ölpreise sinken nach Hoffnungen auf neue US-Iran-Gespräche

Brent-Rohöl fiel um 1% auf 98,40 USD pro Barrel.

Wichtige Fakten

  • Brent-Rohöl fiel um 1% auf 98,40 USD pro Barrel.
  • Trump bestätigte Kontaktaufnahme Teherans für mögliches Abkommen.
  • IEA bereit, weitere Ölreserven freizugeben, falls nötig.
  • Straße von Hormuz bleibt Schlüsselpunkt im Konflikt.

Ölpreise reagieren auf diplomatische Signale

Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken, nachdem Hoffnungen auf neue Friedensgespräche zwischen den USA und Iran die Märkte beruhigten. Der globale Benchmark Brent-Rohöl fiel um etwa 1% auf 98,40 US-Dollar pro Barrel, während US-Öl um 1,7% auf 97,40 Dollar nachgab. Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Teheran habe Washington kontaktiert, um ein mögliches Abkommen zu besprechen, was als Zeichen einer möglichen Deeskalation gewertet wurde.

Hintergrund der Spannungen und Marktreaktionen

Zuvor waren die Ölpreise über 100 Dollar gestiegen, nachdem Trump eine Blockade iranischer Häfen angeordnet hatte, nachdem Verhandlungen am Wochenende gescheitert waren. Die New York Times berichtete, Iran habe eine fünfjährige Aussetzung der Urananreicherung angeboten, was die USA jedoch ablehnten. Trotz der aktuellen Entspannung bleiben die Preise deutlich höher als vor Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar, als sie bei etwa 73 Dollar lagen. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte, dass die Lage im April noch schlimmer werden könnte, falls die Störungen anhalten.

Auswirkungen auf globale Energieversorgung

Die Straße von Hormuz, durch die fast ein Fünftel des globalen Öl- und Gastransports fließt, ist ein zentraler Konfliktpunkt, nachdem Iran Vergeltung für US-israelische Angriffe angedroht hat. US-Energieminister Chris Wright erwartet, dass die Ölpreise in den kommenden Wochen ihren Höhepunkt erreichen könnten, solange die Wasserstraße effektiv geschlossen bleibt. Gleichzeitig signalisierte die IEA Bereitschaft, weitere Ölreserven freizugeben, um Engpässe zu mildern, nachdem bereits 400 Millionen Barrel aus den Beständen der Mitglieder freigegeben wurden.

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