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Wirtschaft 17.03.2026, 19:15 Aktualisiert: 17.03.2026, 23:07

Österreich begrenzt Spritpreiserhöhungen auf drei Tage pro Woche

Spritpreise dürfen nur montags, mittwochs und freitags um 12 Uhr erhöht werden.

Wichtige Fakten

  • Spritpreise dürfen nur montags, mittwochs und freitags um 12 Uhr erhöht werden.
  • Die Regelung ist eine Anpassung der seit 2009 bestehenden Spritpreisverordnung.
  • Auslöser sind stark gestiegene Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs.
  • Die staatliche Regulierungsbehörde E-Control überwacht die Preisentwicklung.

Neue Regelung zur Spritpreisbremse

Österreich hat seine Spritpreisverordnung angepasst, um auf die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Kraftstoffpreise zu reagieren. Statt einmal täglich dürfen Tankstellen die Preise jetzt nur noch montags, mittwochs und freitags jeweils um 12:00 Uhr erhöhen. Diese Regelung gilt ab sofort und ist eine Novellierung der seit 2009 bestehenden Verordnung, die bisher tägliche Preiserhöhungen um 12:00 Uhr erlaubte.

Wirkung und Kontroverse

Laut der staatlichen Regulierungsbehörde E-Control waren die Spritpreise nach der Anpassung zunächst gesunken, stiegen dann aber wieder an. Kritiker befürchten, dass Preiserhöhungen seltener, dafür aber kräftiger ausfallen könnten. Die Regierung verteidigt die Maßnahme als stabilisierend für Pendler und Betriebe, während Tankstellenbetreiber mit der Regelung unzufrieden sind.

Hintergrund und weitere Entwicklungen

Die Spritpreisverordnung war erst im Dezember 2025 für drei weitere Jahre verlängert worden. Die aktuelle Anpassung erfolgte, nachdem Verhandlungen über eine Preisbremse zwischen den Regierungsparteien ÖVP und SPÖ gescheitert waren. Parallel dazu plant Deutschland die Freigabe nationaler Ölreserven zur Marktstabilisierung.

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