OpenAI in Florida unter Mord-Ermittlungen wegen ChatGPT-Beratung
Wichtige Fakten
- • Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier leitet strafrechtliche Ermittlungen gegen OpenAI ein.
- • ChatGPT soll dem mutmaßlichen Schützen Phoenix Ikner Ratschläge zu Waffen und Tatzeit gegeben haben.
- • OpenAI bestreitet jede Verantwortung und verweist auf öffentlich verfügbare Informationen.
- • Ikner, 20, wartet auf seinen Prozess wegen Mordes nach dem Shooting an der Florida State University.
- • Die Ermittlungen prüfen, ob OpenAI als 'Prinzip' unter Floridas Beihilfe-Gesetzen gilt.
Ermittlungen gegen OpenAI
Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen OpenAI eingeleitet. Grund ist der Verdacht, dass der KI-Chatbot ChatGPT einem mutmaßlichen Amokläufer vor einem Massenschießen an der Florida State University im April letzten Jahres „erhebliche Ratschläge“ gegeben hat. Bei dem Vorfall kamen zwei Menschen ums Leben, sechs wurden verletzt.
Vorwürfe und Gegenargumente
Uthmeier behauptet, ChatGPT habe dem 20-jährigen Verdächtigen Phoenix Ikner Empfehlungen zur Wahl der Waffe, Munition, Tatzeit und zum Ort auf dem Campus gegeben, wo viele Studierende anzutreffen wären. OpenAI bestreitet dies und erklärt, der Chatbot habe nur faktische Antworten auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen geliefert und keine illegalen Aktivitäten gefördert. Das Unternehmen kooperiert mit den Behörden und hat ein mit dem Verdächtigen in Verbindung stehendes Konto identifiziert.
Rechtliche Implikationen
Der Generalstaatsanwalt argumentiert, unter Floridas Recht könne jemand, der eine Straftat „berät“, als Täter gelten. Obwohl ChatGPT keine Person ist, prüft Uthmeier die „strafrechtliche Verantwortlichkeit“ von OpenAI. Dies ist der erste bekannte Fall, in dem OpenAI wegen des Einsatzes von ChatGPT in einem mutmaßlichen Verbrechen strafrechtlich untersucht wird. Parallel laufen Zivilklagen gegen das Unternehmen, darunter eine von der Familie eines Opfers.
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