Orbán stationiert Soldaten an Energieanlagen und beschuldigt Ukraine der Blockade
Wichtige Fakten
- • Ungarn stationiert Soldaten an Energieanlagen nach Vorwürfen gegen Ukraine.
- • Druzhba-Pipeline für russisches Öl nach Ungarn und Slowakei ist seit Januar unterbrochen.
- • EU sieht keine Ölknappheit durch alternative Lieferungen über Adria-Pipeline.
- • Ungarn blockierte 90-Milliarden-Euro-Kredit für Ukraine und droht mit Stromstopps.
- • Ukraine bestreitet Angriffe und leidet selbst unter russischen Energieangriffen.
Zusammenfassung der Ereignisse
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat Soldaten an kritischen Energieanlagen stationiert und die Ukraine beschuldigt, eine Ölblockade gegen Ungarn und die Slowakei zu verhängen. Orbán wirft Kiew vor, die Wiedereröffnung der Druzhba-Pipeline, die russisches Öl liefert, absichtlich zu verzögern, und droht mit dem Stopp von Notstromlieferungen an die Ukraine. Die Pipeline ist seit dem 27. Januar unterbrochen, was Orbán als politischen Akt bezeichnet, während Ukraine auf russische Angriffe als Ursache verweist.
Reaktionen und Hintergründe
Die EU sieht laut Sprecherin Anna-Kaisa Itkonen keine Versorgungsengpässe für Ungarn und die Slowakei, da alternative Quellen wie die Adria-Pipeline genutzt werden können. Ungarn blockierte zudem einen 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU für die Ukraine und verstärkt seine Rhetorik, während Kritiker dies als Wahlkampfmanöver vor den April-Wahlen sehen. Die Ukraine, die selbst unter russischen Angriffen auf ihre Energieinfrastruktur leidet, hat die Vorwürfe nicht direkt kommentiert.
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