Pauline Hanson: Bezahlte Gewaltschutz-Freistellung ist 'lächerlich'
Wichtige Fakten
- • Hanson nannte 10 Tage bezahlte Gewaltschutz-Freistellung 'lächerlich'.
- • Sie behauptete, 75% der Polizeiarbeit sei durch häusliche Gewalt blockiert.
- • Hanson bezeichnete das Familienrecht als 'kaputt' und zu frauenfreundlich.
- • Die australische Gewerkschaft ACTU verurteilte ihre Aussagen als 'gefährlich'.
- • Hanson verteidigte sich, ihre Worte seien aus dem Kontext gerissen worden.
Die australische Senatorin Pauline Hanson (One Nation) hat in einem im November 2025 aufgenommenen Podcast die Einführung von zehn Tagen bezahlter Freistellung für Opfer häuslicher Gewalt als „lächerlich“ bezeichnet. Sie kritisierte die Maßnahme als „Urlaub“ und behauptete, dass häusliche Gewalt etwa 75 % der Polizeiarbeit ausmache und die Beamten von der Verfolgung „echter Kriminalität“ abhalte.
Hanson, die seit Jahrzehnten im politischen Rampenlicht steht, forderte eine Rücknahme des Familienrechtssystems, das sie als „kaputt“ und zu frauenfreundlich ansah. Sie sprach von „woken“ Politikern, die Frauenrechte vorantrieben, und betonte, dass auch Frauen für häusliche Gewalt verantwortlich sein könnten. Zuvor hatte sie bereits in einer Radiosendung gesagt, häusliche Gewalt sei ein „zweiseitiger Weg“.
Die Australian Council of Trade Unions (ACTU) verurteilte Hansons Aussagen als „gefährlich und rücksichtslos“. ACTU-Präsidentin Michele O’Neil stellte klar, dass Betroffene die Freistellung nicht als Urlaub nutzten, sondern um Sicherheit zu erlangen. Die Sexdiskriminierungskommissarin Anna Cody nannte die Kommentare „schädlich, falsch und gefährlich“. Hanson selbst beschuldigte die Medien und die Labor-Partei, ihre Worte aus dem Kontext gerissen zu haben.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.