Kabinett verabschiedet Gesundheitsreform: Spareffekt von 16,3 Milliarden Euro
- • Krankengeld bleibt vollständig erhalten, Teilkrankschreibung von 25-75% neu.
- • Beitragszuschlag für mitversicherte Ehepartner sinkt von 3,5 auf 2,5 Prozent.
- • Hautkrebsscreening alle zwei Jahre entfällt, Homöopathie nicht mehr Kassenleistung.
"Die Reform geht nun ins parlamentarische Verfahren, soll noch vor der Sommerpause 2026 verabschiedet werden und 2027 in Kraft treten."
Schwarz-Rot einigt sich auf Details für Nachfolger der Riester-Rente
- • Höhere staatliche Zuschüsse für Menschen mit geringem Einkommen und Selbstständige
- • Familien erhalten volle Kinderzulage ab 25 Euro monatlichem Sparbeitrag
- • Keine Kapitalgarantie mehr, um Rendite zu erhöhen
"Die Reform soll die private Altersvorsorge attraktiver machen, bleibt aber umstritten, da Kritiker eine stärkere Rolle der gesetzlichen Rente fordern."
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Sozialverbände kritisieren geplante Verschärfungen bei der Grundsicherung
- • Sozialverbände wie VdK und Kinderschutzbund fordern Rücknahme der Reform.
- • Kritikpunkte: Streichung des Regelbedarfs bei Jobcenter-Terminversäumnissen.
- • Arbeitspflicht ab erstem Geburtstag des Kindes wird als realitätsfern kritisiert.
"Die Reform könnte den Druck auf Familien und Alleinerziehende erhöhen und soziale Strukturen gefährden."
SPD-Vorschlag zu Gesundheitsabgaben stößt auf scharfe Kritik der Union
- • Die SPD schlägt vor, zur Finanzierung des Gesundheitssystems neben Erwerbseinkommen auch Mieteinnahmen und Kapitaleinkünfte heranzuziehen und im Gegenzug die Kassenbeiträge zu senken.
- • Die Union lehnt den SPD-Vorstoß entschieden ab. Gesundheitspolitikerin Simone Borchardt (CDU) nennt ihn ein 'fatales Zeichen' und warnt vor Belastungen für breitere Bevölkerungsteile.
- • CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann kritisiert, der Vorschlag treffe Kleinsparer und schlägt stattdessen vor, versicherungsfremde Leistungen wie die Mitversicherung von Grundsicherungsempfängern zu streichen.
"Die Debatte um die Finanzierung des Gesundheitssystems könnte zu einer umfassenden Reform führen, während die Union weiterhin auf alternative Maßnahmen wie Leistungskürzungen setzt."
Sven Schulze fordert verpflichtende gemeinnützige Tätigkeiten für Bürgergeldempfänger
- • Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze fordert die Verpflichtung von Bürgergeldempfängern zu gemeinnützigen Tätigkeiten.
- • Konkret sollen Aufgaben wie Laubfegen und Schneeräumen übernommen werden.
- • Schulze verweist auf das frühere Modell der 'Bürgerarbeit' in Sachsen-Anhalt.
"Die Debatte um die Verpflichtung der Empfänger von Bürgergeld zu gemeinnützigen Tätigkeiten könnte an Schärfe gewinnen, insbesondere aufgrund der geplanten Sanktionen. Die Diskussion um die Zukunft des Bürgergelds und mögliche gesellschaftliche Gerechtigkeit bleibt umstritten."
Grundsicherung statt Bürgergeld: Bundestag debattiert Reform – härtere Sanktionen, SPD-internem Widerstand und konkrete Verfahrensregeln
- • Erste Lesung im Bundestag zur Umwandlung des Bürgergeldes in eine neue Grundsicherung fand am 15. Januar 2026 statt.
- • Das Gesetz soll großteils am 1. Juli 2026 in Kraft treten (Planung laut Entwurf).
- • Rund 5,3 Millionen Menschen beziehen derzeit Bürgergeld; laut Bundesagentur gelten 73 % davon als erwerbsfähig, mehr als ein Viertel ist nicht erwerbsfähig (97 % davon Kinder).
"Die Reform bleibt umstritten und dürfte im parlamentarischen Verfahren noch Nachbesserungen erfahren: Ausschüsse und der Gesetzgebungsprozess bieten Ansatzpunkte, vor allem wegen des innerparteilichen Widerstands in der SPD (Mitgliederbegehren) und der Kritik von Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften. Rechtswissenschaftliche Bedenken gegen Vollsanktionen und die angekündigten Proteste erhöhen die Wahrscheinlichkeit juristischer Überprüfungen. Die Frist bis zum geplanten Inkrafttreten am 1. Juli 2026 ist eng; Änderungen an Sanktionen, Schonvermögensregeln oder Ausnahmeregelungen sind daher möglich. Sollte die Koalition an harten Sanktionen festhalten, sind Gerichtsverfahren und politischer Druck wahrscheinlich, andernfalls dürften moderate Abschwächungen im parlamentarischen Verfahren denkbar sein."