Phillip Noyce dreht Propagandafilm für Saudi-Regime
Wichtige Fakten
- • Saudi-Arabien richtete 2024 356 Menschen hin, 243 davon wegen Drogenvergehen.
- • Phillip Noyce führt Regie bei "The Watchful Eyes", finanziert von saudischer Entertainmentfirma Sela.
- • Der Film porträtiert saudische Drogenfahnder als Helden.
- • Kritiker werfen Saudi-Arabien vor, mit Sport- und Filminvestitionen Menschenrechte zu kaschieren.
- • Der Film ist Teil der Vision-2030-Strategie zur Diversifizierung der Wirtschaft.
Filmprojekt als PR-Instrument?
Der australische Regisseur Phillip Noyce hat für die saudi-arabische Regierung den Film „The Watchful Eyes“ gedreht, der Drogenfahndungsoffiziere des Landes als Helden porträtiert. Der Film basiert auf einem realen Fall des Innenministeriums und soll ausschließlich in Saudi-Arabien spielen. Die Finanzierung erfolgt durch Sela, ein Unternehmen des staatlichen Investmentfonds PIF. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch kritisieren das Projekt scharf: Saudi-Arabien habe allein im Vorjahr 356 Menschen hingerichtet, davon 243 wegen Drogendelikten. Die Regierung nutze Investitionen in Unterhaltung, um von massiven Menschenrechtsverletzungen abzulenken. Noyce selbst erklärte, er habe den Job aus künstlerischem Interesse angenommen und sei nicht inhaltlich beeinflusst worden. Kritiker sprechen von einem Versuch der saudischen Führung, ihr internationales Image aufzubessern – ein sogenanntes „Culture-Washing“.
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