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Wirtschaft 13.04.2026, 05:09 Aktualisiert: 13.04.2026, 18:05

Lufthansa-Streiks weiten sich aus: Piloten und Kabinenpersonal legen Flugverkehr lahm

Pilotenstreik bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline dauert bis Dienstag kurz vor Mitternacht.

Wichtige Fakten

  • Pilotenstreik bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline dauert bis Dienstag kurz vor Mitternacht.
  • Kabinengewerkschaft UFO ruft Flugbegleiter für Mittwoch und Donnerstag erneut zum Streik auf.
  • Hunderte Flüge fallen täglich aus, besonders an Flughäfen Frankfurt und München.
  • Lufthansa setzt Sonderflugplan ein: jeder dritte Kurzstrecken- und jeder zweite Langstreckenflug findet statt.
  • Es ist die vierte Streikwelle bei Lufthansa in diesem Jahr, nach Kabinenpersonalstreik am Freitag.

Streikwelle bei Lufthansa

Bei der Lufthansa und mehreren Tochtergesellschaften wie Lufthansa Cargo und Cityline legt ein Pilotenstreik den Flugverkehr lahm, der von Montag bis Dienstag kurz vor Mitternacht andauert und zu zahlreichen Ausfällen führt. An größeren Flughäfen wie Frankfurt und München werden Hunderte Flüge pro Tag gestrichen, wobei Langstreckenflüge etwas geringer betroffen sind, da Flüge in den Nahen Osten aufgrund der angespannten Lage durch den Iran-Krieg ausgenommen werden.

Hintergründe und Auswirkungen

Hintergrund des Streiks sind Tarifkonflikte um die betriebliche Altersversorgung und Vergütung, insbesondere bei der Regionaltochter Cityline, und es ist bereits die vierte Streikwelle bei Lufthansa in diesem Jahr, nachdem erst am Freitag das Kabinenpersonal gestreikt hatte. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) fordert Verbesserungen bei der Altersvorsorge und kritisiert fehlende Gesprächsbereitschaft der Lufthansa, während das Unternehmen die Forderung nach Verdopplung einer bereits exzellenten Altersversorgung als absurd und unerfüllbar bezeichnet.

Maßnahmen des Konzerns

Lufthansa arbeitet mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für Fluggäste zu minimieren, und setzt einen Sonderflugplan ein. Laut Konzernsprecher können am Montag und Dienstag rund jeder dritte Kurzstreckenflug und jeder zweite Langstreckenflug planmäßig stattfinden, während bei Eurowings, wo nur am Montag gestreikt wird, etwa 60 Prozent der Flüge durchgeführt werden. Passagiere werden aufgefordert, sich über ihren Flugstatus zu informieren.

Weitere Streiks angekündigt

Die Streiks bei Lufthansa weiten sich aus, da die Kabinengewerkschaft UFO die Flugbegleiter für Mittwoch und Donnerstag erneut zur Arbeitsniederlegung aufgerufen hat. UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger kündigte an, den Protest während des Festakts zum 100. Jahrestag der Lufthansa mit Bundeskanzler Friedrich Merz sichtbar zu machen, um auf die Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Eine Reaktion der Lufthansa auf diesen erneuten Streik steht noch aus.

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