Piraterie vor Somalia: Neue Angriffswelle bedroht Schifffahrt
Wichtige Fakten
- • 13 Schiffe seit Jahresbeginn angegriffen.
- • Zwei Schiffe in vier Tagen gekapert.
- • 6 Schiffe werden als Geiseln gehalten.
- • Drohnenangriffe töten 13 Piraten-Unterstützer.
- • Türkei beschuldigt, Drohnenangriffe geflogen zu haben.
Hintergrund
Eine neue Welle der Piraterie vor der Küste Somalias bedroht die internationale Schifffahrt. Innerhalb von vier Tagen wurden vergangene Woche zwei Frachtschiffe im Golf von Aden gekapert, womit sich die Zahl der Angriffe seit Jahresbeginn auf mindestens 13 erhöht. Dies ist die schwerste Eskalation von Kaperungen seit über einem Jahrzehnt.
Ursachen
Die Piraten nutzen offenbar die Gelegenheit, die durch die geopolitischen Konflikte entsteht. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran im Golf von Hormus sowie die Blockade der Huthi im Bab el-Mandeb lenken internationale Seestreitkräfte ab. Zudem wurden Schiffe aufgrund der Unsicherheit im Norden näher an die somalische Küste geleitet.
Reaktionen
Die Kaperung des Schiffes MV Lutuf, das türkische Waffen geladen haben soll, löste Drohnenangriffe aus. Sicherheitskreise beschuldigen die Türkei, Verantwortliche für die Angriffe zu sein. Die Türkei unterstützt Somalia im Rahmen eines Sicherheitsabkommens, bestreitet aber die Beteiligung an den Drohnenangriffen nicht.
Folgen
Sechs Schiffe werden derzeit als Geiseln gehalten. Die Piraterie belastet den internationalen Handel in der Region. Die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Bedingungen in Somalia bleiben der Nährboden für die Netzwerke.
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