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International 31.08.2026, 04:00 Aktualisiert: 31.08.2026, 10:02

Ukraine: Nach Angriff auf Munitionslager in Myla – wütende Bewohner fordern Antworten

Russischer Drohnenangriff auf Munitionslager bei Kiew tötet 38 Menschen.

Wichtige Fakten

  • Russischer Drohnenangriff auf Munitionslager bei Kiew tötet 38 Menschen.
  • Anwohner werfen eigenen Behörden vor, Munition zu nahe an Wohnhäusern gelagert zu haben.
  • Bereits im Juli gab es ähnlichen Angriff in Wyschnewe mit neun Toten.
  • Ukrainischer Geheimdienst ermittelt gegen Verantwortliche für die Lagerung.
  • 30 der Toten starben in einem Pflegeheim nahe dem Depot.

Tödlicher Angriff auf Munitionslager in Myla

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager in Myla, etwa 15 Meilen vor Kiew, sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen, viele weitere werden noch vermisst. Die Explosionen dauerten Berichten zufolge sechs Stunden an und zerstörten zahlreiche Gebäude, darunter auch ein Pflegeheim, in dem 30 Menschen starben. Lokale Bewohner zeigen sich bestürzt und wütend, da das Lager offenbar in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern lag. Sie werfen den eigenen Behörden vor, die Sicherheit der Zivilbevölkerung missachtet zu haben.

Fragen nach der Verantwortung

Überlebende wie Vira (65) und ihr Sohn Serhii geben an, keine Kenntnis von einem Munitionslager im Dorf gehabt zu haben; sie vermuteten humanitäre Hilfe. Nun stehen sie vor den Trümmern ihrer Existenz. Die ukrainische Führung hat eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, nachdem ähnliche Angriffe auf Munitionsdepots in der Nähe von Wohngebieten in den letzten Wochen zugenommen haben. Bereits im Juli tötete ein Angriff auf ein Munitionslager in Wyschnewe neun Menschen und beschädigte 280 Häuser. Die Behörden stehen nun in der Kritik, Munitionslager nicht ausreichend zu sichern und von Wohngebieten zu entfernen.

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