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Politik 07.07.2026, 17:57 Aktualisiert: 07.07.2026, 23:03

Prinz Harry verliert Klage gegen Daily-Mail-Verlag

High Court weist alle Klagen von Prinz Harry und sechs Mitklägern ab.

Wichtige Fakten

  • High Court weist alle Klagen von Prinz Harry und sechs Mitklägern ab.
  • Richter Nicklin: Verdacht ist kein Beweis, Kläger konnten illegale Beschaffung nicht nachweisen.
  • Verleger Associated Newspapers bezeichnet Urteil als überwältigenden Sieg für die Pressefreiheit.
  • Kläger droht gemeinsame Anwaltsrechnung von über 50 Millionen Pfund.

Der High Court in London hat die Klage von Prinz Harry und sechs weiteren prominenten Persönlichkeiten gegen den Verlag der Daily Mail (Associated Newspapers) abgewiesen. Die Kläger hatten dem Verlag vorgeworfen, jahrelang systematisch und rechtswidrig Informationen über ihr Privatleben beschafft zu haben, unter anderem durch Telefonabhörung, Überwachung und Bestechung von Polizisten.

Richter Mr Justice Nicklin stellte in seinem 436-seitigen Urteil fest, dass die Kläger keinen Beweis für illegale Informationsbeschaffung vorgelegt hätten. Der bloße Verdacht, auch wenn er verständlich sei, reiche nicht aus, um solche schwerwiegenden Vorwürfe zu belegen. Die Aussagen von Journalisten des Verlags, die die Vorwürfe bestritten, akzeptierte das Gericht.

Prinz Harry und Mitklägerin Baroness Doreen Lawrence, deren Sohn Stephen 1993 ermordet wurde, kritisierten das Urteil als „vollständige und offensichtliche Vertuschung“. In einem gemeinsamen Statement sprachen sie von einer enttäuschenden Entscheidung. Das Gericht wies zudem die Behauptung zurück, dass frühere Herausgeber wie Paul Dacre vor dem Leveson-Inquiry - einer öffentlichen Untersuchung der Presseethik - gelogen hätten.

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