Pro-palästinensische Märsche in Großbritannien unter Beschuss
Wichtige Fakten
- • Antisemitische Zwischenfälle bei pro-palästinensischen Märschen in Großbritannien.
- • Zwei jüdische Männer in London niedergestochen.
- • Oberrabbiner fordert vorübergehendes Verbot der Märsche.
- • Regierungsprüfer empfiehlt Moratorium für pro-palästinensische Märsche.
- • Britische Regierung prüft weitere Einschränkungen von Protesten.
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Kontroverse um pro-palästinensische Märsche
Die britische Justizministerin Alex Davies-Jones hat erklärt, pro-palästinensische Märsche seien von Personen "gekapert" worden, die Spaltung anstrebten. Sie räumte antisemitische Aktivitäten ein, betonte jedoch das Grundrecht auf Protest. Zuvor hatte Oberrabbiner Sir Ephraim Mirvis ein vorübergehendes Verbot gefordert, nachdem zwei jüdische Männer in Golders Green niedergestochen worden waren. Der Vorfall wurde von der Polizei als Terrorakt eingestuft. Der Regierungsprüfer Jonathan Hall KC forderte ein Moratorium und argumentierte, dass die Märsche derzeit nicht vermeidbar Antisemitismus förderten. Die Stop the War Coalition kritisierte dies und erklärte, die Märsche stünden nicht in direktem Zusammenhang mit den Angriffen.
Angriff auf Nonne in Ostjerusalem
Ein Mann wurde nach einem offenbar unprovozierten Angriff auf eine französische Nonne im israelisch besetzten Ostjerusalem festgenommen. Die Nonne, eine Forscherin an der Französischen Bibel- und Archäologieschule, wurde am Dienstag zu Boden gestoßen und getreten. Israelische Behörden verhafteten den Tatverdächtigen, der mit einer Kippa bekleidet war, am Mittwoch wegen des Verdachts auf rassistisch motivierte Körperverletzung. Die Tat ereignete sich vor dem Hintergrund zunehmender Übergriffe auf christliche Geistliche durch jüdische Extremisten in Jerusalems Altstadt. Einem dortigen Bericht zufolge verzeichne Organisationen einen Anstieg christenfeindlicher Vorfälle.
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