Aisha Wahab gewinnt Sonderwahl trotz AIPAC-Millionen – Progressive feiern Sieg
Wichtige Fakten
- • Progressive Aisha Wahab gewinnt Sonderwahl im 14. Bezirk Kaliforniens.
- • AIPAC gab Millionen für Gegnerin aus, konnte Sieg nicht verhindern.
- • Wahab ist erste muslimische Afghanin im US-Kongress.
- • Erste Reaktionen: Jeffries gratuliert, Jayapal lobt Graswurzelkampagne.
- • Lofgren kritisiert Wahab weiterhin; Sieg stärkt progressiven Flügel.
Sieg gegen AIPAC-Millionen
Die Demokratin Aisha Wahab hat die Sonderwahl im 14. Kongressbezirk Kaliforniens gewonnen und zieht als Nachfolgerin von Eric Swalwell ins Repräsentantenhaus ein. Swalwell war im April nach Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens zurückgetreten, die er bestreitet. Wahab setzte sich gegen ihre innerparteiliche Rivalin Melissa Hernandez durch, obwohl Super-PACs in Verbindung mit dem pro-israelischen Lobbyverband AIPAC Millionen für Hernandez' Kampagne ausgaben. Wahab bezeichnete die Einmischung von außen als Versuch, den Sitz zu kaufen, und betonte den Erfolg ihrer Graswurzelkampagne.
Gratulationen aus der Parteispitze
Der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, gratulierte Wahab prompt und hieß sie im „119. Kongress“ willkommen, wo die Demokraten für ein „erschwingliches Amerika“ kämpfen würden. Die progressive Abgeordnete Pramila Jayapal zeigte sich begeistert und kündigte an, mit Wahab an Themen wie Medicare und gegen die „Grausamkeit der ICE“ zu arbeiten. Jayapal betonte, dass ihr „Medicare For All PAC“ 225.000 Dollar in Wahabs Kampagne investiert hatte, um ihr über die Ziellinie zu helfen.
Interne Kritik bleibt
Auffällig war, dass die Vorsitzende der kalifornischen demokratischen Delegation, Zoe Lofgren, keine Glückwünsche aussprach. Lofgren hatte Wahab vorgeworfen, aus Eigeninteresse gehandelt zu haben, als sie sich gegen den Plan der Delegation stellte, eine Übergangslösung für den vakanten Sitz zu wählen. Dieser Konflikt könnte die parteiinterne Dynamik in Kalifornien weiter belasten. Laut Ergebnissen mit 95 Prozent Auszählung lag Wahab rund sechs Prozentpunkte vor Hernandez – ein knapperer Sieg als von Beobachtern erwartet, aber ein Sieg, der den progressiven Flügel der Partei stärken dürfte.
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