Protest in Cannes: 2.000 Filmschaffende gegen Bollorés Medienmacht
Wichtige Fakten
- • 600 Filmschaffende warnten in offenem Brief vor Bollorés Einfluss.
- • Canal+ kündigte Zusammenarbeit mit Unterzeichnern auf.
- • Canal+ investierte 2025 rund 160 Mio. Euro in Filme.
- • 13 von 22 Wettbewerbsfilmen in Cannes von Canal+ produziert.
- • Offener Brief hat inzwischen über 2.000 Unterschriften gesammelt.
Kontroverse um Canal+-Chef Bolloré
Beim Filmfestival von Cannes hat ein offener Brief von 600 Filmschaffenden gegen den rechtsnationalen Milliardär Vincent Bolloré Proteste ausgelöst. Bolloré, Hauptaktionär der Canal+-Gruppe, hatte zuvor ein Drittel der Kinokette UGC erworben. Die Unterzeichner warfen ihm vor, sein Medienimperium systematisch für eine politische Agenda rechts der Mitte zu nutzen. Als Reaktion kündigte Canal+-Chef Maxime Saada die Zusammenarbeit mit den Unterzeichnern auf, was in Cannes für Verunsicherung sorgte. Viele Filmschaffende fürchten wirtschaftliche Konsequenzen, da Canal+ mit 160 Millionen Euro jährlich die wichtigste private Filmförderung Frankreichs ist und 13 der 22 Wettbewerbsfilme produziert hat. Gleichzeitig wächst die Solidarität: Der offene Brief hat inzwischen über 2.000 Unterschriften gesammelt.
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