Proteste gegen hohe Spritpreise legen Irland lahm
Wichtige Fakten
- • Polizei setzte Pfefferspray ein, um Blockade der Whitegate-Raffinerie zu beenden.
- • Hunderte Tankstellen sind leer, zwei Drittel drohte am Samstag der Ausverkauf.
- • Regierung arbeitet an Notfallpaket mit temporärer Kraftstoffunterstützung für Schlüsselsektoren.
- • Protestierende blockieren mit Traktoren und langsamen Konvois Straßen und Häfen.
- • Dieselpreise stiegen in Irland von etwa 1,70 € auf über 2,17 € pro Liter.
Zusammenfassung
In Irland eskalieren seit Tagen Proteste gegen die stark gestiegenen Kraftstoffpreise, die zu Blockaden von Raffinerien, Straßen und Häfen geführt haben. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um den Zugang zur Whitegate-Raffinerie in Cork wiederherzustellen, nachdem Traktoren den Eingang versperrt hatten. Hunderte Tankstellen sind bereits leer, und die Branchenvertreter warnten, dass zwei Drittel aller Tankstellen bis Samstagabend keinen Treibstoff mehr hätten, wenn die Blockaden anhalten würden. Die irische Regierung kündigte an, ein Notfallpaket mit temporärer Kraftstoffunterstützung für den Transport-, Agrar- und Vertragssektor zu finalisieren, nachdem sie mit Vertretern dieser Branchen verhandelt hatte.
Auswirkungen
Die Proteste, die sich durch langsame Konvois und Straßenblockaden auszeichnen, haben zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt, unter anderem in Dublin, wo Teile des Stadtzentrums gesperrt sind. Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen, und es gibt Warnungen, dass Schiffe bald vom Hafen Rosslare abgewiesen werden könnten. Die Polizei hat den Einsatz als "außergewöhnliches Ereignis" deklariert, um mehr Beamte einzusetzen. In Nordirland zeigen sich Solidaritätsproteste, während die Regierung betont, dass die Blockaden angesichts der globalen Ölversorgungskrise das Land an den Rand einer nationalen Krise bringen.
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