Prozess um Millionen-Coup bei Sparkasse Gelsenkirchen startet
Wichtige Fakten
- • Unbekannte frästen sich in Tresorraum und erbeuteten Millionen.
- • Anwalt vertritt 650 Geschädigte mit 51,5 Mio. Euro Schaden.
- • Erste Zivilklage fordert 49.000 Euro für Altersvorsorge.
- • Sparkasse weist Sicherheitsversäumnisse zurück.
- • Güteverhandlung vor Landgericht Essen am Donnerstag.
Hintergrund des spektakulären Einbruchs
Wenige Tage nach Weihnachten drangen Unbekannte in die Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer ein. Sie gelangten über einen Mitarbeiterparkplatz und manipulierte Türen zum Archivraum, wo sie mit einem Kernbohrer ein Loch in den Tresorraum frästen. Über 3.000 Schließfächer wurden aufgebrochen, die Beute liegt im Millionenbereich.
Zivilprozess beginnt mit Güteverhandlung
Am heutigen Donnerstag starten die ersten beiden Zivilverfahren vor dem Landgericht Essen. Kläger Joachim Alfred Wagner erhofft sich 49.000 Euro Schadenersatz für entwendetes Gold und Familienerbe. Sein Anwalt Daniel Kuhlmann, der 650 Geschädigte vertritt, beziffert den Gesamtschaden auf 51,5 Millionen Euro.
Sicherheitsversäumnisse und rechtliche Fragen
Kuhlmann wirft der Sparkasse schwere Mängel bei der Sicherung vor, gestützt auf ein Sachverständigengutachten. Die Sparkasse widerspricht und verweist auf „anerkannten Stand der Technik“. Zudem sind über 50.000 von den Tätern zurückgelassene Wertgegenstände noch nicht an die Besitzer zurückgegeben worden.
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