Putschversuch in Niger: Meuterei gegen Militärjunta niedergeschlagen
Wichtige Fakten
- • Mutmaßlicher Putschversuch in Niamey, Hauptstadt von Niger.
- • Soldaten nehmen Offiziere am Flughafen-Stützpunkt als Geiseln.
- • Aufstand nach rund sechs Stunden von Armee beendet.
- • Angriffe auf strategische Punkte, Präsidentenpalast nicht eingenommen.
- • Nigers Militärjunta seit 2023 an der Macht.
Meuterei am Flughafen von Niamey
In Niger hat eine Gruppe von Soldaten gegen die herrschende Militärjunta gemeutert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums rebellierten die Soldaten auf dem Militärstützpunkt am internationalen Flughafen der Hauptstadt Niamey und nahmen Offiziere als Geiseln. Anschließend griffen sie weitere strategische Punkte im Verwaltungsviertel Plateau an, in dem sich auch der Präsidentenpalast befindet. Schüsse und Explosionen waren zu hören, ein Eindringen in den Palast gelang ihnen jedoch nicht.
Reaktion und Ende der Rebellion
Örtliche Augenzeugen berichteten, die Schüsse hätten nach Mitternacht begonnen. Der Staatssender RTN unterbrach kurzzeitig sein Programm. Die Regierung erklärte, der Aufstand sei dank der raschen Reaktion der Streitkräfte nach etwa sechs Stunden unter Kontrolle gebracht worden. Die Militärjunta rief in sozialen Medien zur Einheit und Wachsamkeit auf.
Hintergrund und regionale Lage
Niger ist seit einem Putsch 2023 von einer Militärjunta regiert, die unter Führung von General Tiani ohne Wahlen bis mindestens 2030 im Amt bleiben will. Sie brach die Beziehungen zu westlichen Partnern ab und wandte sich Russland zu. Gewaltsame Vorfälle und dschihadistische Angriffe belasten die Region, das Vorgehen gegen die Aufständischen trifft auch auf die Nachbarländer zu.
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