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Klima 14.08.2026, 01:20 Aktualisiert: 14.08.2026, 10:00

Dürre und Hitze zwingen Atomkraftwerke zur Drosselung

Rumänien: Letzter Reaktor in Cernavoda wegen Donau-Niedrigwasser abgeschaltet.

Wichtige Fakten

  • Rumänien: Letzter Reaktor in Cernavoda wegen Donau-Niedrigwasser abgeschaltet.
  • Moldau verliert Hauptstromquelle, drohen Stromausfälle und teurere Importe.
  • Frankreich: 13 von 57 Reaktoren betroffen, Rekordverlust von 20% der Atomleistung.
  • Ungarn: Paks teilweise abgeschaltet, Bau von Unterwasserwehr als Schutzmaßnahme.
  • Klimawandel verschärft Flussniedrigstände, Hitzewellen und Stromausfallrisiken in Europa.

Kernkraftwerk Cernavoda komplett abgeschaltet

Rumänien hat den letzten aktiven Reaktor seines Kernkraftwerks Cernavoda abgeschaltet, da die Donau auf Rekordtiefstände gefallen ist. Betreiber Nuclearelectrica nennt den signifikant sinkenden Wasserstand als Hauptgrund, der eine ausreichende Kühlung unmöglich macht. Die beiden 706-Megawatt-Einheiten decken normalerweise 20% der rumänischen Stromerzeugung. Die Regierung hat den Energie-Notstand ausgerufen und fordert private und gewerbliche Verbraucher in Spitzenzeiten zum Sparsamkeit auf. Das reaktivierte 330-Megawatt-Kohlekraftwerk (Lignit) sowie verstärkte Wind- und Wasserkraftnutzung sollen den Ausfall kompensieren.

Verschärfung in der Energiekrise

Die Trockenheit trifft nicht nur Rumänien. Frankreich verzeichnet einen historischen Ausfall von über 20% der Atomkapazität – insbesondere an der Rhône, Garonne und Loire, da die Flüsse extrem niedrige Pegelstände aufweisen. Darunter leiden neben 13 Reaktoren auch Wasserkraftwerke, wie in Norwegen und auf dem Balkan, wo die Stromproduktion ebenfalls eingesackt ist. Die Nachfrage nach Kühlung und Klimaanlagen in den rekordverdächtigen Hitzewellen treibt den Strombedarf gleichzeitig auf Höchststände – eine riskante Entwicklung für den gesamten Kontinent.

Moldawien vor ernsten Engpässen

Durch den Ausfall der rumänischen Kernkraftwerke ist Moldawien unmittelbar betroffen. Das Land importiert sonst bis zu 60% seines Stroms aus Rumänien und steht beinahe ohne Alternative da. Experten warnen vor täglichen Stromabschaltungen örtlicher Netzbetreiber oder teuren Notimporten aus benachbarten Ländern. Sajid, ein Energie-Experte aus Kischinew, sieht sich daher gezwungen, ernste Beeinträchtigungen für Unternehmen und Bevölberung in Betracht zu ziehen.

Risiken für weitere europäische Kernreaktoren

Während Ungarn rechtzeitig konstruktive Schutzmaßnahmen ergriff – versenkbare Lastkähne sollen Wasserstauung erzeugen und das Parser Kraftwerk 'Paks' stabil förmig kühlen können – verursachte die Situation auch besorgte Reaktionen. Während Dr. Barrie Johnson von der Weltbank noch unsicher gegenüber genaueren Effekten ist, werfen human-induzierte Krankheiten und Dürren fundamental die Frage auf. Kürzlich bekannte Wissenschaftsinitiative „World Weather Attribution“ verbunden mit anderen, fordert mehr Verantwortung der Nukar-Regierung in puncto alternativer Prognosen sowie Klimatechniken – eine direkte Kritik am bisherigen agierenden.

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