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Politik 23.04.2026, 07:16 Aktualisiert: 23.04.2026, 23:02

Rente: Ost-Rentner stärker auf gesetzliche Absicherung angewiesen

Knapp 21,5 Millionen Rentner in Deutschland (2025).

Wichtige Fakten

  • Knapp 21,5 Millionen Rentner in Deutschland (2025).
  • 53% der Alterseinkünfte stammen aus gesetzlicher Rente.
  • Im Osten macht gesetzliche Rente rund 80% der Einkünfte aus.
  • Gender Pension Gap: Frauen erhalten 24% weniger als Männer.
  • Durchschnittliches Renteneintrittsalter: 64,7 Jahre (2024).

Die Äußerung von Kanzler Merz zur Rente als "Basisabsicherung" hat Unruhe ausgelöst. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Vor allem im Osten ist die gesetzliche Rente häufig die Haupteinkommensquelle von Menschen im Ruhestand.

Für den Stichtag 1. Juli 2025 gibt die Deutsche Rentenversicherung die Zahl der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland mit knapp 21,5 Millionen an. Laut dem Bundessozialministerium stammen 53 Prozent der Bruttoeinkünfte von Menschen im Ruhestand aus der gesetzlichen Rente. Betriebsrenten tragen 7 Prozent bei, private Vorsorge 6 Prozent, Transferleistungen 1 Prozent. Erwerbsarbeit macht 13 Prozent aus, andere Einkommensarten wie Kapitaleinkünfte 17 Prozent.

Mittlerweile hat sich das Rentenniveau in Ost und West angeglichen, die sogenannte Hochwertung der Ost-Renten ist zum 1. Juli 2025 entfallen. Dennoch macht die gesetzliche Rente im Osten rund 80 Prozent der Bruttoeinkünfte von Ruheständlern aus, während es im Westen 52 Prozent sind. Wer wenig verdient, hat wenig Spielraum für zusätzliche Vorsorge. Frauen bezogen mit 1.820 Euro im Schnitt 24 Prozent weniger Alterseinkünfte als Männer. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung kritisiert Unterschiede bei der privaten Altersvorsorge – Männer sind im Vorteil.

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