Robert Mueller verstorben: Trump löst mit makabrer Reaktion Empörung aus
Wichtige Fakten
- • Robert Mueller starb im Alter von 81 Jahren, Todesursache noch unbekannt.
- • Mueller leitete von 2001 bis 2013 das FBI und prägte es nach 9/11 um.
- • Als Sonderermittler untersuchte er russische Einmischung in die US-Wahl 2016.
- • Sein Bericht fand keine Abstimmung zwischen Trump-Team und Russland, entlastete Trump aber nicht.
- • Trump postete auf Truth Social: "Ich bin froh, dass er tot ist."
Nachruf auf einen prägenden Ermittler
Robert Mueller, ehemaliger FBI-Direktor und Sonderermittler, ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Die Todesursache ist noch nicht bekannt. Mueller leitete das FBI von 2001 bis 2013 und formte die Behörde nach den Anschlägen vom 11. September zu einer modernen Anti-Terror-Organisation um. Als Sonderermittler untersuchte er von 2017 bis 2019 die mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016. Sein Abschlussbericht dokumentierte umfangreiche russische Aktivitäten, konnte jedoch keine Abstimmung zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Russland nachweisen.
Trumps makabre Reaktion löst Empörung aus
US-Präsident Donald Trump löste mit einer makabren Reaktion auf Muellers Tod breite Empörung aus. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: "Ich bin froh, dass er tot ist. Er kann keine unschuldigen Menschen mehr verletzen!". Diese Äußerung wurde von Politikern beider Parteien, darunter ehemalige Republikaner wie Michael Steele, scharf verurteilt. Sie bezeichneten Trump als "ekelhaften" und "kranken" Menschen, der die Würde des Amtes beschädige. Demokraten wie Dan Goldman warfen Trump vor, Muellers Tod zu feiern, nur weil dieser Trumps Wahlkampf untersucht hatte.
Kontrastierte Biografien und politisches Erbe
Der Kontrast zwischen Mueller, einem dekorierten Vietnam-Veteranen mit Bronze Star und Purple Heart, und Trump, der fünf Mal vom Vietnam-Dienst zurückgestellt wurde, wurde besonders betont. Muellers Ermittlungen führten zu Anklagen gegen 34 Personen, darunter Trump-Vertraute, endeten aber ohne Anklage gegen den amtierenden Präsidenten. Trumps Äußerung reiht sich in eine Serie von kontroversen Kommentaren über Verstorbene ein, etwa zu Senator John McCain 2018. Während Kritiker die Aussage als ablenkende Provokation sehen, verteidigen Hardliner Trump mit der Begründung, er sage nur, was viele dächten.
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