Rumänien schießt Sprengstoff-Drohne über Schwarzem Meer ab
Wichtige Fakten
- • Rumänische F-16 zerstörte eine mit Sprengstoff beladene Seedrohne nahe der Neptun-Deep-Plattform.
- • Drohne war vermutlich russischen Ursprungs; Nationalität nicht bestätigt.
- • EU-Kommissionschefin von der Leyen sprach von einer 'eskalierenden Bedrohungskampagne'.
- • Seit Jahresbeginn wurden mindestens fünf Drohnen über Rumänien abgefangen.
- • Auch in Deutschland gibt es zunehmende Drohnen-Vorfälle.
Luftraum-Zwischenfall über dem Schwarzen Meer
Rumänien hat einen F-16-Kampfjet eingesetzt, um eine mit Sprengstoff beladene Drohne abzufangen, die sich nur wenige hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer entfernt befand. Verteidigungsminister Radu Miruță erklärte, die Drohne sei zerstört worden, um die mehreren hundert Beschäftigten auf der Plattform und die kritische Infrastruktur zu schützen. Der Ursprung der Drohne ist unklar, doch die rumänische Seite betonte nach Absprache mit der Ukraine, dass diese nicht von dort stamme. Präsident Nicosur Dan machte Russland für den Zwischenfall verantwortlich und sprach von verantwortungslosen Eskalationen.
Reaktionen aus Brüssel
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilte den Vorfall als Teil einer 'eskalierenden Bedrohungskampagne' gegen die EU. Sie verwies auf Initiativen wie die Readiness-2030-Agenda und die European Drone Defence Initiative, um die Verteidigungsfähigkeit Europas zu stärken. Rumänien grenzt an die Ukraine und Moldau und verzeichnet seit Beginn des russischen Angriffskrieges wiederholt Drohnenverletzungen seines Luftraums. Jüngst wurde ein ähnlicher Fall eines Sprengstoff-Drohnenfundes am Flughafen Leipzig/Halle in Deutschland bekannt.
Kontext und regionale Spannungen
Größere NATO-Staaten unterstützen Rumänien bei der Überwachung des Luftraums. Der Abschuss ereignete sich vor dem Hintergrund anhaltender russischer Angriffe auf die Ukraine, die auch die Sicherheit der Nachbarländer beeinträchtigen. Rumänien betont seine Solidarität mit der Ukraine und die Notwendigkeit, die Region vor hybriden Bedrohungen zu schützen.
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