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Politik 29.06.2026, 04:00 Aktualisiert: 29.06.2026, 06:01

Russischer LNG-Tanker mit Maschinengewehren in der Ostsee gesichtet

Estland entdeckt Maschinengewehre an Bord des russischen LNG-Tankers "Marshal Vasilevskiy".

Wichtige Fakten

  • Estland entdeckt Maschinengewehre an Bord des russischen LNG-Tankers "Marshal Vasilevskiy".
  • Schiff kann LNG transportieren und als schwimmendes Gasterminal fungieren.
  • Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Hafen und Schiffe steigen.
  • Bewaffnung ziviler Schiffe ist völkerrechtlicher Graubereich.
  • Schiff mied zuletzt Küstengewässer von Finnland, Estland und Litauen.

Estnische Grenzschützer haben in der Ostsee erstmals einen russischen LNG-Tanker entdeckt, der mit schweren Maschinengewehren bewaffnet ist. Der Tanker "Marshal Vasilevskiy" des Energiekonzerns Gazprom transportiert Flüssiggas und kann als schwimmendes Terminal genutzt werden. Die Waffen sollen mutmaßlich vor ukrainischen Drohnenangriffen schützen, die zuletzt auch in der Ostsee zunahmen. Experten werten die Bewaffnung als Reaktion auf die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Häfen und Schiffe.

Der Tanker mied in den vergangenen Monaten die Küstengewässer von Finnland, Estland und Litauen. Trotz der hohen Feuerkraft ist die rechtliche Lage ein Graubereich: Aus völkerrechtlicher Sicht verliert ein Schiff nicht durch bloßen Waffenbesitz das Recht auf friedliche Durchfahrt, solang die Waffen nicht aktiv gegen Küstenstaaten gerichtet werden.

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