Rutte trifft Trump: NATO vor Zerreißprobe?
Wichtige Fakten
- • Trump übt scharfe Kritik an NATO-Verbündeten im Iran-Krieg.
- • US-Verteidigungsminister kündigt Überprüfung der Truppenpräsenz in Europa an.
- • Die USA machen ihre NATO-Beiträge von höheren Militärausgaben abhängig.
- • Europa ist bereit, Hauptlast zu tragen, warnt aber vor Fähigkeitslücken.
- • NATO-Gipfel Anfang Juli in Ankara soll Weichen stellen.
Hintergrund des Treffens
Der Iran-Krieg hat die Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen NATO-Partnern deutlich gemacht. Bei einem Treffen von NATO-Generalsekretär Mark Rutte mit US-Präsident Donald Trump standen die gegenseitigen Verpflichtungen im Mittelpunkt. Trump wirft den Verbündeten vor, den USA im Konflikt nicht geholfen zu haben, und stellt die Beistandsgarantie nach Artikel 5 infrage.
Forderungen der USA
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte eine Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa an, die bis zu sechs Monate dauern soll. Ziel sei es, dass die Europäer die Hauptverantwortung für ihre Verteidigung übernehmen. Die Ära des 'Trittbrettfahrens' sei vorbei. Zudem wollen die USA künftig weniger militärische Fähigkeiten unter NATO-Kommando bereithalten und ihre Beiträge von deutlichen Steigerungen der Militärausgaben abhängig machen.
Reaktion der Europäer
Die Europäer sind grundsätzlich bereit, mehr Last zu tragen, lehnen aber eine zu schnelle Übergangsphase ab. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius warnte vor 'gefährlichen Fähigkeitslücken' und plädierte für eine schrittweise, abgestimmte Umsetzung. Vom NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli werden richtungsweisende Entscheidungen erwartet.
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