Schifffahrt in der Straße von Hormus nimmt wieder Fahrt auf
Wichtige Fakten
- • 131 Schiffe passierten die Meerenge zwischen Freitag und Montag.
- • Vor dem Krieg waren es täglich 100 bis 130 Schiffe.
- • USA und Iran streiten über Durchfahrtsgebühren und Atomkontrollen.
- • Marco Rubio lehnt Gebühren auf internationalen Wasserstraßen ab.
- • 11.000 Seeleute sollen aus der Golfregion evakuiert werden.
Schiffsverkehr erholt sich langsam
Seit der Absichtserklärung zwischen den USA und Iran hat der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder zugenommen. Laut dem Analyseunternehmen Kpler durchquerten zwischen Freitag und Montag 131 Schiffe die Meerenge. An den Spitzentagen Samstag und Montag waren es jeweils 35 Schiffe. Zwar liegt dies noch deutlich unter dem Vorkriegsniveau von 100 bis 130 Schiffen täglich, doch es ist eine spürbare Erholung.
Streitpunkte belasten Verhandlungen
Trotz der Fortschritte sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. US-Außenminister Marco Rubio machte deutlich, dass kein Land Gebühren für die Durchfahrt durch die internationale Wasserstraße erheben dürfe. Iran hingegen pocht auf eine Registrierungspflicht und die Erhebung von Gebühren durch die neu eingerichtete Persian Gulf Strait Authority. Auch über die Kontrolle des iranischen Atomprogramms gibt es weiterhin Unstimmigkeiten. Während US-Präsident Trump von einer Einigung auf umfassende Inspektionen spricht, dementiert Iran dies.
Evakuierung von Seeleuten und neue Öl-Exporte
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) kündigte eine Evakuierungsaktion für 11.000 in der Golfregion gestrandete Seeleute an. Diese soll in Zusammenarbeit mit Iran, Oman, den USA und anderen Küstenstaaten durchgeführt werden. Unterdessen haben bereits mindestens 30 Tanker iranisches Öl und petrochemische Produkte aus dem Golf exportiert, nachdem die US-Sanktionen teilweise ausgesetzt wurden.
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