Ryanair meldet Rekordgewinn, aber Iran-Krieg trübt Ausblick
Wichtige Fakten
- • Gewinn nach Steuern steigt auf 2,26 Milliarden Euro.
- • Umsatz wächst um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro.
- • Passagierzahl steigt um vier Prozent auf 208,4 Millionen.
- • Kerosin zu 80% abgesichert, aber steigende Kosten erwartet.
- • Flugpreise im Sommer stagnieren wegen Iran-Konflikt.
Ryanair erzielt Rekordjahr trotz Krisenlage
Die irische Billigflug-Airline Ryanair hat im Geschäftsjahr 2025/2026 dank hoher Nachfrage einen Rekordgewinn erzielt. Der Gewinn nach Steuern kletterte auf 2,26 Milliarden Euro, ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz legte um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu. Mit 208,4 Millionen beförderten Passagieren wurde ebenfalls ein Rekord erreicht. Allerdings ist in diesen Zahlen eine Rückstellung von 85 Millionen Euro für eine umstrittene Geldstrafe der italienischen Wettbewerbsbehörde nicht enthalten.
Jenseits des Persischen Golfs: Treibstoffversorgung gesichert, Preise bleiben hoch
Trotz der Schließung der Straße von Hormus zeigt sich Ryanair zuversichtlich, dass die Treibstoffversorgung in Europa diesen Sommer nicht beeinträchtigt wird. Das Unternehmen hat seine Kerosinkosten zu 80 Prozent bis April 2027 zu etwa 67 Dollar pro Barrel abgesichert. Dennoch warnt Chef Michael O'Leary, dass die Treibstoffpreise langfristig erhöht bleiben könnten. Sollte der Iran-Krieg anhalten, drohten anderen Airlines Insolvenzen. EURO Verkehrskollaps.
Fluggäste halten sich zurück, Sommerbuchungen floppen
Die Verunsicherung der Verbraucher durch den Nahost-Konflikt führt zu einer verhaltenen Buchungslage für den Sommer. Ryanair erwartet, dass die Ticketpreise in den Monaten Juli bis September weitgehend stagnieren werden, statt wie zunächst angenommen leicht zu steigen. Finanzchef Neil Sorahan beobachtet eine Tendenz zu Last-Minute-Buchungen. Auch Wizz Air berichtet von ähnlichen Entwicklungen.
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