Säuglingssterben in Obdachlosen-Zeltlager erschüttert Wagga Wagga
Wichtige Fakten
- • Neugeborenes in Zeltlager ohne fließend Wasser gestorben.
- • Nächstgelegene Toiletten waren 15 Minuten entfernt und nachts geschlossen.
- • Stadträtin Parkins fordert kurzfristig Hygieneinfrastruktur und langfristig Sozialwohnungen.
- • Obdachlosenhelferin kritisiert Scheitern aller Regierungsebenen.
- • Treffen von Politikern am Donnerstag zur Diskussion des Vorfalls.
Tragödie am Flussufer
Ein neugeborener Säugling starb am Wochenende in einem Obdachlosen-Zeltlager in Wagga Wagga, Australien. Das Zelt der 37-jährigen Mutter und ihres Partners lag auf einer Sandbank am Murrumbidgee River, etwa 15 Minuten Fußweg von den nächsten öffentlichen Toiletten entfernt, die überdies nachts geschlossen sind. Polizei fand ein totes Neugeborenes vor; der andere Zwilling wurde kritisch ins Krankenhaus nach Sydney verlegt. Die Mutter, eine Aborigine, wurde ebenfalls versorgt.
Sanitäre Not und Forderungen
Der Camp-Bewohner mussten zeitweise Wasser aus einem nahen Apartmentgebäude nutzen, bevor der Zugang eingeschränkt wurde. Stadträtin Amelia Parkins forderte kurzfristig Abfallentsorgung und Zugang zu sauberem Wasser sowie langfristig sozialen Wohnungsbau. Der Vorsitzende des örtlichen Frauengesundheitszentrums, Monika M, betonte die mangelnde Sanitärversorgung: „Es gibt keine Sanitäranlage dort unten.“ Sie nannte die Warteliste für Sozialwohnungen mit 700 Personen und einer Wartezeit von bis zu vier Jahren. Der Vorfall hat Empörung ausgelöst – der örtliche Politiker Joe McGirr, die Wohnungsbauministerin Rose Jackson und Bürgermeister Dallas Tout trafen sich am Donnerstag.
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