Schlafapnoe-Implantat: Neues Gerät verändert Leben von Patientin
Wichtige Fakten
- • Eine Frau erhielt als eine der ersten in Großbritannien ein Hypoglossalnerv-Stimulationsgerät.
- • Das Implantat bewegt die Zunge, um die Atemwege während des Schlafs freizuhalten.
- • Bisher war die CPAP-Maske die einzige Behandlung, aber viele Patienten vertragen sie nicht.
- • Die Krankenhausärzte warnen, dass Schlafapnoe 100 Atmungsaussetzer pro Nacht verursachen kann.
- • Das Gerät wird per Fernbedienung gesteuert und nachts eingeschaltet.
Neue Implantat-Technologie verändert Schlafapnoe-Behandlung
Eine Frau aus Chippenham hat als eine der ersten Patientinnen in Großbritannien ein neues Implantat erhalten, das ihre Schlafapnoe erheblich verbessert. Catherine Turnbull litt fünf Jahre lang unter der Störung, bei der die Atmung im Schlaf wiederholt aussetzt. Sie konnte die übliche CPAP-Maske nicht vertragen. Nun wurde ihr ein Hypoglossalnerv-Stimulationsgerät (HGNS) eingesetzt, das die Zunge bewegt und so die Atemwege freihält, während sie schläft.
Behandlung wirkt lebensverändernd
Turnbull berichtet, sie habe früher Angst vor dem Zubettgehen gehabt, aber jetzt sei der Schlaf erholsam und sie leide nicht mehr unter Kopfschmerzen. Das Gerät wird in die Brust implantiert und mit einer kleinen Fernbedienung gesteuert. Es wird nachts eingeschaltet. Das Great Western Hospital in Swindon ist eines von fünf Krankenhäusern, die diese Behandlung anbieten. Ärzte betonen, dass die CPAP-Therapie nach wie vor die erste Wahl sei, aber für extreme Fälle das Implantat eine gute Alternative darstelle. Besonders Frauen erlebten oft jahrelange Fehldiagnosen, da Symptome wie Müdigkeit auf Stress oder Wechseljahre geschoben würden.
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