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International 11.02.2026, 09:18 Aktualisiert: 11.02.2026, 20:20

Tödlicher Schusswaffenangriff an Schule in Tumbler Ridge erschüttert Kanada

Neun Tote, darunter mutmaßliche 18-jährige Täterin Jesse Van Rootselaar.

Wichtige Fakten

  • Neun Tote, darunter mutmaßliche 18-jährige Täterin Jesse Van Rootselaar.
  • Mindestens 25 Verletzte, zwei lebensbedrohlich; ein Opfer starb während Hubschraubertransport.
  • Angriff ereignete sich am Dienstagnachmittag an Tumbler Ridge Schule in British Columbia.
  • Polizei fand zwei weitere Tote in nahem Haus; Motiv bleibt weiterhin unklar.
  • Premierminister Carney ordnete siebentägige Trauerbeflaggung an und sagte München-Reise ab.

Zusammenfassung des Vorfalls

Bei einem Schusswaffenangriff an der Tumbler Ridge Secondary School in der kanadischen Provinz British Columbia sind neun Menschen getötet und mindestens 25 verletzt worden, darunter zwei lebensbedrohlich. Unter den Toten befindet sich die 18-jährige mutmaßliche Täterin Jesse Van Rootselaar, die durch selbst zugefügte Verletzungen starb. Zwei weitere Personen wurden später tot in einem nahegelegenen Haus gefunden – es handelt sich dabei um die 39-jährige Mutter der Täterin und ein 11-jähriges Geschwisterkind. Ein Verletzter erlag während des Hubschraubertransports in eine Klinik seinen Verletzungen.

Einsatz und Reaktionen

Die Schüsse fielen am Dienstag gegen 13:20 Uhr Ortszeit. Bei ihrer Ankunft fanden Einsatzkräfte sechs Todesopfer und die Leiche der mutmaßlichen Tatverdächtigen vor. Die Polizei evakuierte etwa 100 Personen sicher aus der Schule und rief Anwohner mehrere Stunden lang auf, in ihren Häusern zu bleiben. Der kanadische Premierminister Mark Carney, sichtlich erschüttert, ordnete eine siebentägige Trauerbeflaggung an und sagte seine geplante Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz ab. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sein Beileid und wünschte den Verletzten rasche Genesung.

Hintergründe und Einordnung

Das Motiv ist laut Polizei noch unklar, und es wird von keiner weiteren Bedrohung ausgegangen. Die Schule mit 160 Schülern bleibt für den Rest der Woche geschlossen, und psychologische Betreuung wird angeboten. Der Vorfall wird als einer der tödlichsten an einer kanadischen Ausbildungsstätte seit fast 40 Jahren beschrieben. Die Gemeinde Tumbler Ridge mit etwa 2.700 Einwohnern bezeichnete die Tragödie als "unvorstellbar". Schusswaffenangriffe mit zahlreichen Opfern sind in Kanada aufgrund strengerer Waffengesetze deutlich seltener als in den USA.

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