Schusswaffenangriff auf Touristen in Teotihuacán löst Sicherheitsdebatte vor WM aus
Wichtige Fakten
- • Eine 32-jährige kanadische Touristin wurde getötet, mindestens sechs weitere Personen wurden durch Schüsse verletzt.
- • Der unbekannte Angreifer eröffnete das Feuer von der Pyramide des Mondes aus und tötete sich anschließend selbst.
- • Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum ordnete eine Untersuchung an und sicherte den Opfern Unterstützung zu.
- • Der Vorfall ereignete sich sieben Wochen vor Beginn der Fußball-WM, die Mexiko mitausrichtet.
- • Teotihuacán ist eine UNESCO-Welterbestätte und zieht jährlich etwa zwei Millionen Besucher an.
Vorfall und Opfer
Bei einem Schusswaffenangriff in der antiken Pyramidenstadt Teotihuacán nahe Mexiko-Stadt wurde eine 32-jährige kanadische Touristin getötet und mehrere Personen verletzt. Nach Angaben mexikanischer Behörden eröffnete ein unbekannter Angreifer am Montagmittag das Feuer von der Pyramide des Mondes aus und tötete sich anschließend selbst. Zu den Verletzten zählen Touristen aus Kanada, Kolumbien, Russland, Brasilien und den USA, von denen einige im Krankenhaus behandelt wurden.
Reaktionen und Untersuchungen
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum drückte ihr Mitgefühl aus und ordnete eine Untersuchung durch ihr Sicherheitskabinett an. Die kanadische Außenministerin Anita Anand bestätigte den Tod einer Kanadierin und sprach von einer „grausamen Gewalttat“. Vor Ort wurden eine Schusswaffe, ein Messer und Munition sichergestellt, während Zeugen von chaotischen Szenen und mangelnder koordinierter Evakuierung berichteten.
Kontext und WM-Sicherheit
Der Angriff ereignet sich sieben Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft, die Mexiko gemeinsam ausrichtet und für die rund 5,5 Millionen internationale Besucher erwartet werden. Obwohl Mexiko mit Kartellgewalt kämpft, sind gezielte Angriffe auf Touristen selten. Die Regierung hatte zuvor betont, dass Sicherheit während der WM gewährleistet sei, nachdem im Februar nach der Tötung des Kartellbosses „El Mencho“ Gewalt ausgebrochen war.
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