Fedorows Entlassung löst Proteste in der Ukraine aus – Starmer zu Abschiedsbesuch in Kiew
Wichtige Fakten
- • Russland griff Kiew erneut mit ballistischen Raketen an, zwei Tote.
- • Ukraine entlässt Verteidigungsminister Fedorow; Proteste in mehreren Städten.
- • Fedorow bestätigt Konflikt mit Armeechef Syrskyj als Grund für Rücktritt.
- • Britischer Premier Starmer besucht Kiew zum Abschied vor Machtwechsel.
- • UK liefert 150 Artillerierohre an Ukraine im Rahmen eines 61 Mio. Pfund Deals.
Erneute Raketenangriffe auf Kiew
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mindestens zwei Menschen getötet und sechs verletzt, darunter ein 16-jähriger Junge. Die ukrainische Luftwaffe berichtete von zwei Angriffswellen mit mindestens acht Raketen. Einschläge in einem Lager im Westen und einem unbewohnten Haus im Osten der Stadt verursachten Brände.
Ukraine entlässt Verteidigungsminister Fedorow – landesweite Proteste
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Verteidigungsminister Mychailo Fedorow überraschend entlassen – nur sechs Monate nach dessen Amtsantritt. In Kiew und anderen Städten kam es zu Protesten, bei denen tausende Menschen seine Rückkehr forderten. Fedorow bestätigte gegenüber Reportern einen Konflikt mit Armeechef Olexander Syrskyj, der Reformen blockiert habe. Berichten zufolge soll Selenskyj Innenminister Ihor Klymenko als neuen Verteidigungsminister vorschlagen, während Serhij Korezkyj zum neuen Premierminister bestimmt wurde.
Starmer besucht Kiew – UK liefert Artillerierohre
Der britische Premierminister Keir Starmer traf in Kiew zu seinem Abschiedsbesuch ein, bevor Andy Burnham das Amt übernimmt. Er bekräftigte die unerschütterliche Unterstützung Großbritanniens. Kurz zuvor wurde bekannt, dass die USA der Ukraine die Produktion eigener Patriot-Raketen erlauben. Zusätzlich liefert Großbritannien 150 Artillerierohre unter einem 61 Millionen Pfund Auftrag.
Verschärfte Kämpfe in der Schwarzmeerregion und Spannungen um AKW
Die ukrainische Armee meldete Angriffe auf sechs russische Tanker und zwei Schlepper im Schwarzen Meer, um die Umgehung von Sanktionen zu erschweren. Russland wirft der Ukraine vor, durch einen Drohnenangriff den Chefingenieur des Atomkraftwerks Saporischschja getötet zu haben – die IAEA bezeichnete den Vorfall als inakzeptabel.
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