Erdbeben in Japan: Zahl der Todesopfer steigt auf 18
Wichtige Fakten
- • Mindestens 18 Tote, über 350 Verletzte nach Beben der Stärke 7,1.
- • 46.000 Haushalte ohne Strom, rund 260.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert.
- • Drei Tote und weitere Vermisste in eingestürztem Aeon-Einkaufszentrum.
- • Aeon-Präsident Yoshida bestätigt Gasaustritt als mögliche Explosionsursache.
- • Soldaten im Einsatz: Verteidigungsminister Koizumi schickt 300 Klimaanlagen.
Erdbeben in Kumamoto: Mindestens 18 Tote und viele Vermisste
Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,1, das am Dienstag die japanische Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu erschütterte, ist die Zahl der Todesopfer auf 18 gestiegen. Rettungskräfte suchen weiterhin unter Hochdruck nach Vermissten, insbesondere in den Trümmern des teilweise eingestürzten Aeon-Einkaufszentrums und einer Papierfabrik. Premierministerin Sanae Takaichi spricht von einem Wettlauf gegen die Zeit.
Schäden an Infrastruktur und Evakuierungsmaßnahmen
Rund 46.000 Haushalte sind ohne Strom, und etwa 260.000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Besonders betroffen ist die Stadt Kumamoto, wo die Intensität des Bebens die höchste Stufe 7 auf der japanischen Shindo-Skala erreichte. Auch ein Teil des Flughafens Aso Kumamoto ist gesperrt, der Hochgeschwindigkeitszugverkehr wurde eingestellt.
Gasleck vermutlich Ursache der Explosion im Einkaufszentrum
Das Aeon-Einkaufszentrum in Kashima wurde schwer beschädigt. Der Unternehmenspräsident Akio Yoshida bestätigte, dass nach dem Beben ein Gasleck auftrat, das zu einer Explosion führte. Diese forderte drei Todesopfer unter den Mitarbeitern. Die genaue Ursache wird noch untersucht.
Militäreinsatz und Unterstützung für die Betroffenen
Das japanische Militär hat 4.600 Soldaten mobilisiert, Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi kündigte zudem die Lieferung von 300 Klimaanlagen in die besonders betroffenen Gebiete an. Die hohen Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius erschweren die Rettungsarbeiten und erhöhen das Risiko von Hitzschlägen für die Betroffenen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.