Sechs Kandidaten für Guterres-Nachfolge: UN soll wieder an Einfluss gewinnen
Wichtige Fakten
- • Sechs Kandidaten stellen sich in öffentlicher Debatte vor.
- • Kritik: UN stehe derzeit im Abseits, der Sicherheitsrat blockiert.
- • Rafael Grossi (IAEA) betont erfolgreiche Vermittlung zu Atomkraftwerk.
- • Rebeca Grynspan verweist auf Getreideabkommen und wirbt für Freihandel.
- • Auswahl hängt vom Sicherheitsrat ab, Vetomächte haben entscheidenden Einfluss.
Öffentliche Debatte der Kandidaten
Sechs Kandidaten für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres haben sich in einer öffentlichen Debatte der Generalversammlung vorgestellt. Alle eint der Wunsch nach starken Vereinten Nationen, die derzeit im Abseits stehen – so die selbstkritische Einschätzung der Bewerber. Offen bleibt, ob Guterres oder die blockierenden Vetomächte im Sicherheitsrat dafür verantwortlich sind.
Erfolgreiche Vermittlung als Qualifikation
Der IAEA-Chef Rafael Grossi verwies auf seine Vermittlungserfolge bei Feuerpausen rund um das AKW Saporischschja. Rebeca Grynspan, Uno-Handelschefin und frühere Vizepräsidentin Costa Ricas, hob das Getreideabkommen mit Russland und der Ukraine hervor. Sie will die UN wieder „an den Tisch“ bringen, und zwar durch Handel und gegen Protektionismus.
Die bekannteste Kandidatin Michelle Bachelet blieb blass, noch schwächer bewerteten Beobachter María Fernanda Espinosa und Macky Sall. Positiv überraschte dagegen Carolyn Rodrigues-Birkett, die Botschafterin Guyanas.
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