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Kultur 27.06.2026, 09:47

Selbstkühlende Häuser: Afrikas traditionelle Bauweise als Vorbild

Goethe-Institut in Dakar nutzt Lehmziegel und Lücken im Mauerwerk zur Kühlung.

Wichtige Fakten

  • Goethe-Institut in Dakar nutzt Lehmziegel und Lücken im Mauerwerk zur Kühlung.
  • Architekt Francis Kéré setzt auf lokale Materialien und geringen CO2-Fußabdruck.
  • Computerschule in Turkana (Kenia) ist wie ein Termitenhügel gebaut.
  • Heiße Luft entweicht durch Türme, kühle Luft strömt durch Schlitze ein.
  • Traditionelle Bauweisen gelten als zukunftsweisend gegen Hitzestress.

Nachhaltige Kühlung in Afrika

In Dakar, Senegal, zeigt das neu eröffnete Goethe-Institut, wie Gebäude ohne Klimaanlage kühl bleiben. Der nachhaltige Bau von Architekt Francis Kéré verwendet Lehmziegel aus der Region, die durchlässig sind und kühlend wirken. Zwischen den Ziegeln im Obergeschoss wurden bewusst Lücken gelassen, sodass Wind zirkulieren kann. Dies sichert natürliche Belüftung und senkt den Energieverbrauch.

Vorbild Termitenhügel

Auch in Ostafrika setzt Kéré auf innovative Baukonzepte: Im kenianischen Turkana errichtete er eine Computerschule, die an einen Termitenhügel erinnert. Türme lassen heiße Luft entweichen, während kühle Luft durch Schlitze unterhalb der Fenster einströmt. Papyrusmatten schützen vor Sonne. Das Gebäude funktioniert als selbstkühlendes Bauwerk in der Wüste und dient seit zwölf Jahren der IT-Ausbildung. Klimaforscher wie Winston Chow betonen, dass traditionelle Bauweisen wichtige Anhaltspunkte für Architekten bieten, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

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