Selenskyj wirft Russland über 1.800 Verstöße gegen einseitige Waffenruhe vor
Wichtige Fakten
- • Ukraine zählt 1.800 Verstöße seit Beginn der eigenen Waffenruhe um Mitternacht.
- • Russland greift trotz Kiews Waffenruhe-Appell mit über 100 Drohnen und Raketen an.
- • UN meldet 70 zivile Tote und 500 Verletzte seit Beginn Mai.
- • Russisches Verteidigungsministerium schießt 53 ukrainische Drohnen ab.
- • Moskau droht mit 'massivem Raketenschlag' auf Kiew bei Verstoß gegen eigene Waffenruhe.
Waffenruhe faktisch gescheitert
Die von der Ukraine einseitig ausgerufene und seit Mitternacht geltende Waffenruhe hält nach Angaben Kiews nicht. Präsident Selenskyj wirft Russland über 1.800 Verstöße vor, darunter über 100 Kampfdrohnen und drei Raketen. Moskau hatte eine Feuerpause erst für Freitag und Samstag zugesagt. Die gegenseitigen Vorwürfe heizen die Lage weiter an.
Humanitäre Bilanz eskaliert
Allein am Dienstag starben 28 Zivilisten in den Regionen Donezk, Poltawa und Dnipro. Die UN meldet für den Mai 70 zivile Tote und über 500 Verletzte in nur fünf Tagen. In Sumy traf ein Drohnenangriff einen Kindergarten, ein Wachmann starb. Internationale Vermittlungsversuche sind bislang ergebnislos.
Sicherheitsvorkehrungen für Siegesparade
Moskau verlegt Luftabwehrsysteme nach Moskau und schaltet mobiles Internet ab, um die Parade am 9. Mai zu schützen. Der Kreml droht zudem mit einem massiven Raketenschlag auf Kiew, sollte Kiew die geplante russische Waffenruhe an diesem Tag verletzen. Eine Eskalation droht.
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