Erstes Treffen mit dem Roten Kreuz: Myanmar zeigt Aung San Suu Kyi
Wichtige Fakten
- • Erstmals seit fast fünf Jahren traf Aung San Suu Kyi einen IKRK-Vertreter.
- • Das Treffen fand in Naypyidaw statt, wie die Militärregierung mitteilte.
- • Das IKRK bestätigte das private Gespräch mit der 81-Jährigen.
- • Suu Kyis Sohn Kim Aris fordert dringend weitere Schritte.
- • Die Militärregierung veröffentlichte Fotos, die sie gesund zeigen.
Erstes Treffen mit dem Roten Kreuz
Erstmals seit fast fünf Jahren hat die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi einen Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) getroffen. Das bestätigte die Militärregierung von Myanmar am Montag. Es ist der erste bestätigte Außenkontakt für die 81-Jährige seit einem Brief an ihren Sohn vor zweieinhalb Jahren. Das Treffen fand laut dem IKRK in Naypyidaw statt, wo Suu Kyi Hausarrest verbüßt.
Veröffentlichte Fotos sollen Lebenszeichen sein
Die Militärregierung veröffentlichte Bilder, die Suu Kyi in einem holzvertäfelten Raum mit IKRK-Vertreter Arnaud de Baecque zeigen. Sie wirkt entspannt und gesund, könnte aber unter Hausarrest Rückenschmerzen haben. Details zum Gesundheitszustand wurden nicht bekannt. Die Behörden hatten im Juni bereits Fotos von Suu Kyis Geburtstag veröffentlicht - Bilder, die ihrem Sohn zufolge alt und aktuell unbeweisbar waren.
Reaktion der Familie und internationale Forderungen
Suu Kyis Sohn Kim Aris begrüßte die Nachricht als den ersten positiven Schritt in mehr als fünf Jahren. „Dies ist ein wichtiger erster Schritt, darf aber nicht der letzte sein“, sagte er in den sozialen Netzwerken. Er forderte größeren humanitären Zugang, direkten Kontakt zu seiner Mutter und letztlich ihre Freilassung. International bleibt der Druck auf die Militärregierung hoch, insbesondere durch die USA und die EU hingegen.
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