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Wirtschaft 24.08.2026, 05:01

Shein-Börsengang in Hongkong: Milliardenbewertung trotz Herausforderungen

Shein wird am 1. September in Hongkong mit einer Bewertung von bis zu 27 Mrd. Dollar notiert.

Wichtige Fakten

  • Shein wird am 1. September in Hongkong mit einer Bewertung von bis zu 27 Mrd. Dollar notiert.
  • 280 Millionen Aktien werden zu Preisen zwischen 6,07 und 6,31 Dollar angeboten.
  • Die Bewertung ist im Vergleich zu 100 Mrd. Dollar im Jahr 2022 um rund 70% gesunken.
  • Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan unterstützen den Börsengang als Unterwriter.

Der Börsengang im Überblick

Der Fast-Fashion-Riese Shein wird am 1. September an der Hongkonger Börse debütieren. Das Unternehmen strebt eine Bewertung von fast 27 Milliarden US-Dollar an. Geplant ist der Verkauf von rund 280 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 6,07 und 6,31 US-Dollar pro Aktie. Das geplante Emissionsvolumen beträgt bis zu 1,77 Milliarden US-Dollar. Nachdem ein Börsengang in den USA und London an regulatorischen Hürden scheiterte, wählte das Unternehmen nun Hongkong als Börsenplatz. Der IPO wird von den Wall-Street-Giganten Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan unterstützt.

Hintergrund und Entwicklung

Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat sich Shein zu einem der größten Online-Händler für günstige Mode entwickelt. Die Bewertung von ursprünglich fast 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 ist deutlich gesunken, was auf Konjunkturflaute, gestiegene Kosten und regulatorischen Druck zurückgeführt wird. Gleichzeitig verzeichnet Shein weiterhin ein Wachstum: Die Zahl der aktiven Kunden stieg bis Ende März 2025 auf 281 Millionen. Das Unternehmen verfolgt eine aggressive Expansion in Europa, unter anderem mit einem ersten physischen Store in Paris Diese Expansion steht jedoch auch im Fokus von Kritik.

Herausforderungen und Kritik

Der Weg zum Börsengang war von regulatorischen und ethischen Kontroversen begleitet. In werden Vorwürfe von unfairen Arbeitsbedingungen und Umweltbelastungen laut. Die französischen Behörden verhängten Geldstrafen in Höhe von insgesamt über 22 Millionen Euro, wegen Verstößen bei Produktrückverfolgbarkeit, umweltschädlichen Labels und Lieferzeiten. Shein kündigte an, die Strafen anzufechten. Trotz dieser Kontroversen setzt das Unternehmen darauf, von den neu eingeworbenen Mitteln zu profitieren.

Zukunftsaussichten und Investorenvertrauen

Experten sind gespannt, ob Shein trotz zahlreicher Widerstände die Gunst der Anleger gewinnen kann. Die reduzierte Bewertung könnte daher nicht als Hindernis, sondern als realistischere Einschätzung des Unternehmenswerts gesehen werden. Neue Marktbedingungen, wie die Abschaffung von Zollbefreiungen in den USA, haben bereits zu höheren Kosten und einem Verlust geführt. Angesichts dieser Umstände wird sich zeigen, ob Sheins Geschäftsmodell auch zukünftig langfristig erfolgreich sein kann.

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