Teilen:
Gesellschaft 02.04.2026, 05:02 Aktualisiert: 02.04.2026, 12:13

Sicherheitskrise bei Travelodge: Gäste berichten von traumatischen Vorfällen

Wendy Griffith wurde 2025 in einem Travelodge London Stratford eine Stunde lang von einem nackten Mann vor ihrer Zimmertür eingeschüchtert.

Wichtige Fakten

  • Wendy Griffith wurde 2025 in einem Travelodge London Stratford eine Stunde lang von einem nackten Mann vor ihrer Zimmertür eingeschüchtert.
  • Dutzende Gäste berichten von ähnlichen Sicherheitsproblemen bei der Hotelkette, darunter falsche Zimmerschlüssel und unbefugtes Betreten.
  • Travelodge-CEO Jo Boydell entschuldigte sich für die Vorfälle und kündigte eine unabhängige Überprüfung der Sicherheitsverfahren an.
  • Ein Täter wurde zu vier Monaten Alkoholtherapie und Schadensersatz verurteilt, den er laut Opfer noch nicht gezahlt hat.
  • Die Hotelkette will nun Notrufnummern auf Schlüsselkarten drucken und Mitarbeiterschulungen verstärken.

Traumatische Vorfälle in Hotelzimmern

Mehrere Gäste der Hotelkette Travelodge haben der BBC von beunruhigenden Sicherheitsvorfällen berichtet, bei denen sie sich in ihren Zimmern bedroht fühlten. Wendy Griffith aus Norfolk schilderte, wie sie im Juli 2025 im Travelodge London Stratford eine Stunde lang in ihrem Zimmer eingeschlossen war, während ein nackter Mann vor ihrer Tür sexuelle Handlungen vornahm und gegen die Tür schlug. Sie konnte erst nach mehreren erfolglosen Versuchen, das Hotelpersonal zu erreichen, die Polizei rufen, die den Mann festnahm.

Systematische Probleme und unzureichende Reaktionen

Die BBC wurde von Dutzenden weiteren Gästen kontaktiert, die ähnliche Erfahrungen machten, darunter Fälle, in denen Hotelpersonal falsche Zimmerschlüssel aushändigte oder unbefugt Zimmer betrat. Viele kritisierten die Reaktionen von Travelodge als "abweisend" oder "unzureichend". Ein Vorfall aus dem Jahr 2022, bei dem eine Frau im Travelodge Maidenhead im Schlaf sexuell angegriffen wurde, nachdem Personal dem Täter eine Schlüsselkarte und ihre Zimmernummer gegeben hatte, hat die Debatte zusätzlich angeheizt.

Unternehmensreaktion und geplante Maßnahmen

Travelodge-CEO Jo Boydell entschuldigte sich für die "erschreckenden" Erlebnisse der Gäste. Das Unternehmen kündigte an, eine unabhängige Überprüfung der Sicherheitsverfahren einzuleiten, die Zugangspolitik zu verschärfen und Schulungen für Mitarbeiter zu verstärken. Zudem sollen Notrufnummern auf allen Schlüsselkarten-Hüllen gedruckt werden, um Gästen direkten Kontakt zum Hotelpersonal zu ermöglichen. Einige betroffene Gäste erhielten Entschuldigungen und Rückerstattungen, doch viele fordern weiterhin systematische Veränderungen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.