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International 09.04.2026, 15:52 Aktualisiert: 09.04.2026, 18:05

Singapurs Dachterrassen: Hobbyfotograf dokumentiert Irans Schattenflotte im globalen Ölhandel

Hobbyfotograf Remy Osman beobachtet täglich Schiffe in der Straße von Singapur, einer der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt.

Wichtige Fakten

  • Hobbyfotograf Remy Osman beobachtet täglich Schiffe in der Straße von Singapur, einer der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt.
  • Irans Schattenflotte, wie die 'Sea Star III', verschleiert ihre Herkunft durch manipulierte Ortungssysteme und falsche Flaggen.
  • Die Blockade der Straße von Hormus durch Iran führt zu Engpässen im Öl- und Gashandel, von dem asiatische Länder stark abhängig sind.
  • In Singapur schalten Schattenflotten-Tanker ihr Ortungssystem kurz an, um die Meerenge legal zu passieren, bevor sie wieder verschwinden.
  • Ship-to-Ship-Transfers im Südchinesischen Meer erschweren die Nachverfolgung der Ölherkunft und umgehen Sanktionen.

Beobachtungen von der Dachterrasse

Hobbyfotograf Remy Osman beobachtet von seiner Dachterrasse in Singapur die Straße von Singapur, eine der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten der Welt, und dokumentiert die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf den globalen Öl- und Gashandel. Seit der Blockade der Straße von Hormus durch Iran sieht er weniger reguläre Öltanker, stattdessen US-Kriegsschiffe und Schiffe der iranischen Schattenflotte, die ihre Herkunft durch manipulierte Ortungssysteme und falsche Flaggen verschleiern.

Folgen für Asien und die Schifffahrt

Das Ausbleiben von Öl- und Gastankern führt in asiatischen Ländern zu Engpässen, da etwa 80% des Rohöls aus dem Nahen Osten für diesen Markt bestimmt sind. In Singapur sind Schattenflotten-Tanker wie die 'Sea Star III' gesetzlich verpflichtet, ihr Ortungssystem kurz einzuschalten, um die Meerenge zu passieren, bevor sie wieder im Verborgenen agieren. Ship-to-Ship-Transfers im Südchinesischen Meer erschweren die Nachverfolgung der Ölherkunft.

Rechtliche und politische Dimension

Singapur betont das Recht auf freie Durchfahrt in Transitgewässern nach UN-Seerecht und lehnt Verhandlungen mit Iran ab. Trotz Patrouillen der Küstenwache können Behörden wenig gegen Schattenflotten-Tanker unternehmen, solange sie keine Gefahr darstellen. O smans Fotos, die er auf Instagram teilt, machen die globalen Auswirkungen sichtbar, ohne dass er finanziell davon profitiert.

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