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Wirtschaft 24.05.2026, 10:19 Aktualisiert: 24.05.2026, 15:01

Sommerreisen 2026: Europa boomt, Benzin und Kerosin werden teurer

Camping in Deutschland erreichte 2025 Rekordübernachtungen (44,7 Mio.).

Wichtige Fakten

  • Camping in Deutschland erreichte 2025 Rekordübernachtungen (44,7 Mio.).
  • Super E10 kostete im April 2026 durchschnittlich 2,11 Euro/l.
  • Spanien erwartet 2026 rekordhohe 100 Mio. ausländische Touristen.
  • Kerosinpreis stieg wegen Iran-Krieg auf fast 1.800 $/Tonne.
  • Flugpreise für 2026 bisher nicht massiv gestiegen, dank Hedging.

Urlaubstrend 2026: Europa gefragt, hohe Spritpreise belasten Autofahrer

Die Deutschen planen ihren Sommerurlaub 2026 verstärkt in Europa oder im eigenen Land, da Fernreisen unattraktiver werden. Besonders Camping erfreut sich großer Beliebtheit: Im vergangenen Jahr verzeichneten deutsche Campingplätze mit 44,7 Millionen Übernachtungen einen Rekord. Die gestiegenen Spritpreise treiben viele Urlauber in günstigere Alternativen: Im April war Tanken laut ADAC so teuer wie nie, Super E10 kostete durchschnittlich 2,11 Euro pro Liter. Campingplatzbetreiber berichten von vielen Langzeitbuchungen, die auf Sparwillen hindeuten.

Flugreisen: Kerosinkosten steigen, aber Hedging hält Preise stabil

Die Blockade der Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs ließ den Kerosinpreis drastisch steigen: von rund 670 Dollar pro Tonne Anfang 2026 auf fast 1.800 Dollar im April. Airlines haben sich jedoch durch Hedging große Teile ihres Bedarfs zu günstigeren Preisen gesichert, sodass die Ticketpreise laut Check24 bisher kaum gestiegen sind. Allerdings verlagern Airlines Kapazitäten nach Asien und streichen verbrauchsintensive Flüge. Eine Kerosinknappheit sehen Experten nicht, da drei Viertel des Bedarfs nicht aus der Golfregion stammen.

Reiseverhalten verändert sich

Angesichts globaler Konflikte und hoher Preise verzichtet fast ein Fünftel der Deutschen auf Urlaub, 40 Prozent wählen andere Ziele. Marokko etabliert sich als gefragte Alternative, verzeichnet elf Prozent mehr deutsche Gäste. Langfristig könnte die Region aber durch den Nahen Osten-Krieg beeinträchtigt werden. Die Tourismusbranche zeigt sich jedoch krisenerprobt und optimistisch.

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