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Tech 26.03.2026, 09:37 Aktualisiert: 26.03.2026, 18:20

Soziale Medien im Fokus: US-Gericht verurteilt Meta und Google, EU ermittelt gegen Snapchat

Ein US-Gericht verurteilte Meta und Google zu 6 Mio. Dollar Schadensersatz.

Wichtige Fakten

  • Ein US-Gericht verurteilte Meta und Google zu 6 Mio. Dollar Schadensersatz.
  • Die Apps Instagram und YouTube wurden als süchtig machend eingestuft.
  • Die EU ermittelt gegen Snapchat wegen Gefährdung von Kindern.
  • Australien hat Social Media für unter 16-Jährige bereits gesperrt.
  • Eltern erhalten Tipps zur Reduzierung der Bildschirmzeit ihrer Kinder.

Urteil gegen Tech-Giganten

Ein Gericht in Los Angeles hat Meta und Google wegen süchtig machender Apps verurteilt. Die Plattformen Instagram und YouTube seien bewusst so gestaltet worden, dass sie abhängig machen, und die Unternehmen hätten ihre Schutzpflichten gegenüber Kindern vernachlässigt. Den Tech-Konzernen wurde auferlegt, 6 Millionen Dollar Schadensersatz an eine junge Frau namens Kaley zu zahlen, die von Körperdysmorphie, Depressionen und Suizidgedanken berichtete. Beide Firmen kündigten Berufung an.

EU-Untersuchung gegen Snapchat

Parallel dazu hat die Europäische Kommission eine Untersuchung gegen Snapchat eingeleitet. Grund sind Bedenken, dass die Plattform Kinder Gefahren wie Grooming und sexueller Ausbeutung aussetzt. Die EU-Regulierer vermuten, dass Snapchat seine Altersgrenze von 13 Jahren nicht ausreichend durchsetzt und Schutzmechanismen unzureichend sind. Die Ermittlungen erfolgen im Rahmen des Digital Services Act, der auch vier Pornoseiten wegen unzureichenden Jugendschutzes ins Visier nimmt.

Internationale Reaktionen und Debatten

Das US-Urteil wird als wegweisender Moment für die Regulierung sozialer Medien gewertet. Experten vergleichen es mit dem „Big Tobacco“-Moment der Tabakindustrie. In Australien sind soziale Medien für unter 16-Jährige bereits gesperrt, im UK und anderen Ländern werden ähnliche Maßnahmen diskutiert. Eltern erhalten Ratschläge, wie sie die Bildschirmzeit ihrer Kinder reduzieren können, etwa durch feste Ablageplätze für Geräte und offene Gespräche über digitale Medien.

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