Spanische Justiz überlässt Fall Fernandes-Ulmen deutschen Behörden
Wichtige Fakten
- • Ein Gericht in Palma de Mallorca erklärte sich für nicht zuständig.
- • Es geht um mutmaßliche Taten in Deutschland oder auf deutschen Plattformen.
- • Die Staatsanwaltschaft Itzehoe prüft den Anfangsverdacht gegen Ulmen.
- • Fernandes hatte Vorwürfe wie Aneignung des Personenstandes erhoben.
- • In Deutschland löste der Fall eine Debatte über digitale Gewalt aus.
Übergabe der Ermittlungen
Nach einer Anzeige der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen auf Mallorca hat die spanische Justiz den Fall an die deutschen Behörden abgegeben. Ein Gericht in Palma de Mallorca erklärte, es sei für den Fall nicht zuständig, da es sich um mutmaßliche Taten handle, die in Deutschland begangen wurden oder auf deutschsprachigen Online-Plattformen stattfanden. Die Ermittlungen werden nun von der Staatsanwaltschaft Itzehoe übernommen, wobei die Entscheidung noch nicht rechtskräftig ist und Einspruch möglich bleibt.
Vorwürfe und rechtlicher Kontext
Fernandes hatte die Klage auf Mallorca eingereicht, wo das Paar vor der Trennung lebte, und beschuldigte Ulmen unter anderem der Aneignung des Personenstandes, Geheimnisverrats, öffentlicher Beleidigung, regelmäßiger Misshandlung und schwerer Drohungen. In Spanien gelten strenge Gesetze gegen sexuelle und digitale Gewalt, während in Deutschland der Fall zu politischen Diskussionen führte. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig kündigte an, Gesetzeslücken schließen zu wollen, um digitale Gewalt besser zu bekämpfen.
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