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International 13.03.2026, 17:42

UK-Regierung droht Tankstellen mit Eingriff bei Preiswucher – Petrol Retailers Association kritisiert 'aufhetzende Sprache'

Benzinpreise im UK auf 18-Monats-Hoch nach Ölpreisschock durch US-Israel-Iran-Konflikt.

Wichtige Fakten

  • Benzinpreise im UK auf 18-Monats-Hoch nach Ölpreisschock durch US-Israel-Iran-Konflikt.
  • Petrol Retailers Association kritisiert 'aufhetzende Sprache' der Regierung, die zu Belästigungen von Mitarbeitern führe.
  • Wettbewerbsbehörde CMA prüft Preiswucher und hat Tankstellen 'in Alarmbereitschaft' versetzt.
  • Regierung droht mit Eingreifen und hat Treffen mit Branchenvertretern abgehalten, das als konstruktiv beschrieben wurde.
  • Energieminister Miliband betont langfristige Energiesicherheit durch erneuerbare Energien und Atomkraft, nicht neue Öl- und Gaslizenzen.

Zusammenfassung der Lage

Nach einem Ölpreisschock infolge des US-Israel-Iran-Konflikts sind die Benzinpreise im Vereinigten Königreich auf ein 18-Monats-Hoch gestiegen, was die Regierung veranlasst hat, vor Preiswucher zu warnen. Energieminister Ed Miliband und Premierminister Keir Starmer drohten mit staatlichem Eingreifen, falls Tankstellenunternehmen Kunden übervorteilen sollten. Die Wettbewerbsbehörde CMA wurde beauftragt, den Markt zu überwachen, nachdem sie bereits zuvor 'Rocket-and-Feather'-Praktiken festgestellt hatte, bei denen Preise schnell steigen, aber langsam fallen. Die CMA hat die Tankstellen zudem 'in Alarmbereitschaft' versetzt und fordert nun Daten zu Umsätzen, Kosten und Margen, um eine schnellere Überprüfung zu ermöglichen.

Reaktion der Branche

Die Petrol Retailers Association (PRA) kritisierte die Regierung für ihre 'aufhetzende Sprache' und zog sich zunächst aus einem Treffen mit Schatzkanzlerin Rachel Reeves zurück, nahm dann aber doch teil. Die PRA argumentierte, dass Begriffe wie 'Abzocke' zu Belästigungen von Tankstellenmitarbeitern durch die Öffentlichkeit geführt hätten. Nach dem Treffen wurden die Gespräche als konstruktiv beschrieben, während die CMA weiterhin prüft, ob im aktuellen Kontext Preiswucher vorliegt. Die PRA betonte, dass ihre Mitglieder mit sehr geringen oder sogar negativen Margen arbeiten und in einigen Fällen Verluste machen.

Langfristige Energiedebatte

Miliband betonte, dass die langfristige Lösung für Energiesicherheit und Klimaschutz in erneuerbaren Energien und Atomkraft liege, nicht in neuen Öl- und Gaslizenzen. Er kündigte einen beschleunigten Prozess für den Bau neuer Atomkraftwerke an. Die Green Party forderte zusätzlich eine Windfall-Steuer auf die Öl- und Gasindustrie. Gleichzeitig berichteten Verbraucher von mehr als verdoppelten Heizölkosten, da dieser Bereich nicht von einer Preisobergrenze wie bei Gas und Strom profitiert. Miliband erklärte, dass die Regierung die Kraftstoffsteuer, die derzeit eingefroren ist und im September steigen soll, überprüft.

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