Sparkurs bei VW: Betriebsrat fordert Klarheit von Vorstandschef Blume
Wichtige Fakten
- • Betriebsrat fordert VW-Chef Blume zu Stellungnahme bis Freitag auf.
- • Bis zu 120.000 Stellen könnten abgebaut werden.
- • Vier deutsche Werke droht Schließung bis 2034.
- • Aufsichtsrat lehnte Sparpaket vorerst ab.
- • Modellpalette soll um bis zu 50 Prozent gestrafft werden.
Stellenschwund bei VW: Betriebsrat stellt Ultimatum
Bei Volkswagen herrscht nach der jüngsten Aufsichtsratssitzung Unklarheit über künftige Einschnitte. Nach Angaben des Manager Magazins und der BILD könnten bis zu 120.000 Stellen gestrichen werden – deutlich mehr als bislang angenommen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo forderte Vorstandschef Oliver Blume auf, sich bis Freitag den Sorgen der Belegschaft zu stellen.
Spardruck trifft Werke und Modelle VWs
Laut Medienberichten sind Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm von möglichen Schließungen betroffen. Alternativ strebt VW Altersteilzeit- und Abfindungsmodelle an sowie eine Überprüfung bestehender Jobgarantien. Zudem soll die Modellpalette um bis zu 50 Prozent gestrafft werden, heißt es aus Konzernkreisen.
Aufsichtsrat stolpert über Fehlentscheidungen der Vergangenheit
In der Sitzung wurde jedoch offenbar kein endgültiger Beschluss gefasst – das Sanierungspaket zu weitgehend. Niedersachsens Ministerpräsident Lies kritisiert Konzernchef Blume wegen fehlender Transferchancen für die Beschäftigten. Opposition aus der Wirtschaft bemängelt hingegen VWs hohe Ineffizienz, darunter Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer, der eine deutliche Arbeitszeitverlängerung anmahnt.
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