Spionageverdacht: Festnahme eines mutmaßlichen russischen Agenten in Berlin
Wichtige Fakten
- • Bundesanwaltschaft lässt 47-Jährigen aus Kasachstan festnehmen.
- • Er spionierte bundesweit für russischen Geheimdienst.
- • Fotografierte Regierungsgebäude und Militärfahrzeuge.
- • Bot an, Sabotageaktionen in Deutschland durchzuführen.
- • Ermittler werten Handydaten aus, Aufnahme offenbar öffentlich zugänglicher Orte.
Festnahme eines mutmaßlichen Spions
Die Bundesanwaltschaft hat einen 47-jährigen Mann aus Kasachstan festnehmen lassen, der von Berlin aus für einen russischen Geheimdienst spioniert haben soll. Nach Erkenntnissen der Ermittler fertigte er bundesweit Fotos von Regierungsgebäuden, Sicherheitsbehörden, Politiker-Dienstwagen und Militärfahrzeugen an – darunter auch eines sonstigen NATO-Staates, was eine Strafbarkeit nach dem NATO-Truppenstatut begründet. Die Aufnahmen übermittelte er per Smartphone an seine Kontaktperson in Russland. Besonders besorgniserregend ist den Ermittlern zufolge, dass der Beschuldigte anbot, einen Sabotagetrupp zusammenzustellen und Aktionen durchzuführen.
Rechtliche Würdigung
Zwar zeigen die bisher ausgewerteten Handydaten, dass der Verdächtige überwiegend öffentlich einsehbare Objekte fotografierte. Juristisch schließt das eine Strafbarkeit wegen „geheimdienstlicher Agententätigkeit“ nach deutschem Recht jedoch nicht aus.
Hintergrund und Bedeutung
Der Fall reiht sich in eine Serie von Spionage- und Sabotageversuchen ein, etwa die kürzlich bekanntgewordenen Pläne gegen die bayerische Drohnenfirma Donaustahl. Die Festnahme unterstreicht nach Einschätzung der Behörden die Intensität russischer Geheimdienstaktivitäten in Deutschland.
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