Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig: Zünder versagte – neue Details und Sabotageverdacht
Wichtige Fakten
- • Drohne mit 800g PETN/Semtex nahe Antonov-Flugzeugen entdeckt; Zünder defekt.
- • Flugbetrieb via Nordbahn wieder aufgenommen, Südbahn bleibt gesperrt.
- • DHL-Frachtflieger kollidierte nach Abriegelung mit Objekt, leichte Schäden.
- • Ukrainischer Botschafter Makeiev macht Russland für den Anschlag verantwortlich.
- • Mehrere Start- und Landebahnen nach Vorfall in der Nacht betroffen.
Die Explosion verhindert: Zünder-Defekt bewahrt Leipzig vor Katastrophe
Am Flughafen Leipzig/Halle wurde in der Nacht eine mit Sprengstoff präparierte Drohne entdeckt. Sie lag in unmittelbarer Nähe von vier Transportflugzeugen der ukrainischen Antonov Airlines, die für den militärischen Gütertransport genutzt werden. Wie aus Behördenunterlagen hervorgeht, befand sich an der Drohne ein Paket mit besonders hochexplosiven Stoffen – PETN und Semtex – sowie ein Zünder. Durch einen abgerissenen Zünder konnte eine Zündung verhindert werden, so Beamte. Laut Leipziger Volkszeitung enthielt das Paket bis zu 800 Gramm Sprengstoff, eine Menge, die erheblichen Schaden an einem Flugzeug hätte anrichten können. Spezialisten entfernten den Zünder, eine kontrollierte Sprengung erfolgte ebenfalls. Ermittlungen übernahm die Generalstaatsanwaltschaft Dresden im Austausch mit Landeskriminalamt sowie das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum.
Schwere Verletzung von Sicherheitszone – Lagebesprechung hoher Beamter
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt unterbrach seinen Urlaub und reiste nach Leipzig, an seiner Seite Verfassungsschutz-Chef Sinan Selen und Bundespolizei-Präsident Dieter Romann. Sachsens Innenminister Armin Schuster nannte den Vorfall einen „sehr ernsten Sicherheitsvorfall“. Auch Oberbürgermeister Burkhard Jung betonte: Die Bedrohungslage habe eine „neue Qualität“. Bundespolizei, Generalstaatsanwalt und das LKA ermitteln wegen des möglichen Staatsschutzdelikts. Die ukrainische Botschaft gibt indes eine deutliche Erklärung ab: Botschafter Oleksij Makejew stellte die Frage „Wer könnte es sonst schließlich sein als Russland?“ Zudem berichtete die Zeit, dass russische Geheimdienste offenbar Anschläge auf Verteidigungsunternehmer in Europa geplant hätten, darunter auch den Drohnen-Hersteller Donaustahl.
Kontrollierte Verwüstung in zweitem Vorfall und Auswirkungen auf den Flugverkehr
Nach dem Fund wurde der komplette Flughafen für rund zwei Stunden gesperrt, Passagier- und Frachtmaschinen begannen anschließend von der Nordpiste aus wieder zu starten. Eine südliche Straße blieb über Mittag gesperrt. Zudem kollidierte eine zum Warten gezwungene DHL-Frachtmaschine seitlich – einige Hundert Meter über dem Boden – mit einem unidentifizierten weiteren Objekt und konnte mit leichten Schäden auf dem Flughafen Hannover landen, wie die Bundespolizei mitteilte.
Verbindungen zu Sabotageakten — Ukraine-Rüstungslieferung in Mittelpunkt
Der Flughafen Leipzig ist ein bedeutendes Drehkreuz für Rüstungsgüter der deutschen Bundeswehr und NATOs sowie Heimat ukrainischer Transportmaschinen, dem Herzen der Airbus- und Logistikzentrale von DHL. Sicherheitsexperten sehen durch parallele Drohnenangriffe auf Militärbasis in Europa eine Zäsur. Es wäre ein neues Niveau von Sabotage und terroristischen Aktionen. In der Behörde rechnet man fest mit der Route über das Baltikum und weitere Verschwörung dieser Art, wie im 2024-Fall einer Paketbombe bei DHL Leipzig, Brandsätzen in England, Großbritannien, Großb. Polizei eröffnete präventive Radar-Gebiete. Weitere Details zu Mitspielern des Netzwercs, sollen im geheim haltenden Tatkomplex in Bayern und Brandenburg zur Anklage kommen.
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