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Wirtschaft 10.03.2026, 08:08 Aktualisiert: 10.03.2026, 12:05

Spritpreise steigen weiter: Taskforce und Kartellamtsprüfung sollen Lage entschärfen

Spritpreise könnten auf über 2,50 Euro pro Liter steigen.

Wichtige Fakten

  • Spritpreise könnten auf über 2,50 Euro pro Liter steigen.
  • Bundeskartellamt prüft Preissprünge auf mögliche Ausnutzung durch Mineralölkonzerne.
  • Regierung hat Taskforce unter Sepp Müller zur Lösungsfindung eingerichtet.
  • Ölpreise überschritten erstmals seit 2022 die 100-Dollar-Marke.
  • Trump deutete Kriegsende an, was Ölpreise kurzfristig sinken ließ.

Preisentwicklung und Reaktionen

Die Spritpreise in Deutschland steigen weiter und könnten laut Tankstellenverband auf über 2,50 Euro pro Liter klettern. Grund sind die gestiegenen Ölpreise aufgrund des Iran-Krieges, die eine regelrechte Achterbahnfahrt an den Märkten verursachen. Der Tankstellenverband befürchtet, dass noch weitere Preiserhöhungen folgen werden. US-Präsident Donald Trump deutete ein baldiges Kriegsende an, was den Ölpreis kurzfristig sinken ließ, doch die Lage bleibt angespannt.

Politische und rechtliche Maßnahmen

Die Bundesregierung hat eine Taskforce unter der Leitung von Sepp Müller (CDU) eingerichtet, um mit Mineralölkonzernen und dem Bundeskartellamt über mögliche Werkzeuge zur Preisbegrenzung zu sprechen. Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) haben eine Kartellamtsprüfung der Preissprünge ins Spiel gebracht und den Konzernen mit Konsequenzen gedroht, sollten sie die Situation ausnutzen. Müller kritisierte, dass einige Konzerne möglicherweise auf einen Tankrabatt spekuliert hätten, wie er 2022 eingeführt wurde.

Marktlage und internationale Entwicklungen

Die Ölpreise haben erstmals seit 2022 die Marke von 100 US-Dollar übersprungen, was auf die angespannte Lage im Nahen Osten zurückzuführen ist. Mehrere Staaten erwägen die Freigabe ihrer nationalen Erdölreserven, um den Markt zu stabilisieren, obwohl dieses Mittel nur selten eingesetzt wird. Internationale Auswirkungen zeigen sich auch in Australien, wo Panikkäufe zu Engpässen führten und Fluggesellschaften wie Qantas Ticketpreise aufgrund der Ölpreisvolatilität erhöhten.

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