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Politik 18.06.2026, 07:00 Aktualisiert: 18.06.2026, 08:03

Streeting wirft Labour Übervorsicht bei Sozialreform vor

Streeting wollte Private-Equity-Unternehmen aus der Altenpflege verbannen.

Wichtige Fakten

  • Streeting wollte Private-Equity-Unternehmen aus der Altenpflege verbannen.
  • Der Vorschlag wurde aus dem Labour-Wahlprogramm 2024 gestrichen.
  • Streeting wirft der Regierung Übervorsicht vor.
  • Eine Königskommission zur Pflegereform soll erst 2028 Ergebnisse liefern.
  • Mehrere Labour-Politiker fordern mehr Tempo bei Pflegereformen.

Private-Equity-Verbot gestrichen

Der frühere britische Gesundheits- und Sozialminister Wes Streeting hat der Labour-Regierung vorgeworfen, zu vorsichtig bei Reformen der Altenpflege zu sein. In einem Bericht der Fabian Society erklärte Streeting, sein Vorschlag, Private-Equity-Firmen aus dem Pflegesektor zu verbannen, sei aus dem Wahlprogramm gestrichen worden. Auch der Plan für eine Königskommission zur Pflegereform sei nicht umgesetzt worden. Ein Labour-Vertreter begründete die Streichung mit der Sorge, der Vorschlag wirke „unternehmensfeindlich“.

Verzögerte Reformen

Streeting kritisierte, dass die von der Regierung eingesetzte Casey-Kommission zur Reform der Altenpflege erst 2028 ihren Abschlussbericht vorlegen werde. Größere Änderungen vor der nächsten Parlamentswahl seien daher unwahrscheinlich. Er forderte, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und die Pflege nicht erneut einem Wahlkampf zu opfern. Als ehemaliger Minister, der nach den Mai-Wahlen 2026 zurückgetreten war und Sturzbach zum Rücktritt aufgefordert hatte, gilt Streeting als Anwärter auf die Labour-Führung.

Forderungen nach mehr Tempo

Auch andere Labour-Abgeordnete wie Anna Dixon kritisierten die mangelnde Dringlichkeit bei der Pflegereform. Die Regierung betonte dagegen ihre Fortschritte: zusätzliche 4,6 Milliarden Pfund für Kommunen, einen gerechten Lohn für Pflegekräfte und mehr Unterstützung für pflegende Angehörige. Die ersten Empfehlungen der Casey-Kommission werden noch dieses Jahr erwartet.

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