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International 09.03.2026, 15:23 Aktualisiert: 09.03.2026, 23:09

Streit um Chelsea-Verkaufserlöse: Abramovich wehrt sich gegen britische Auflagen

2,5 Mrd. £ aus Chelsea-Verkauf seit 2022 auf UK-Konto eingefroren.

Wichtige Fakten

  • 2,5 Mrd. £ aus Chelsea-Verkauf seit 2022 auf UK-Konto eingefroren.
  • UK und EU sanktionierten Abramovich 2022 wegen Verbindungen zu Putins Regime.
  • Abramovich will Geld flexibel für "Kriegsopfer" nutzen, UK nur für Ukraine.
  • UK droht mit Gerichtsverfahren, falls Abramovich Geld nicht freigibt.
  • Abramovichs Anwälte kündigen rechtlichen Widerstand gegen Beschlagnahme an.

Zusammenfassung

Der russische Oligarch Roman Abramovich streitet sich mit der britischen Regierung über die Verwendung der 2,5 Milliarden Pfund aus dem Verkauf des Fußballclubs Chelsea FC. Das Geld ist seit dem Verkauf 2022 auf einem britischen Bankkonto eingefroren, nachdem die UK und die EU Abramovich aufgrund seiner Verbindungen zum Putin-Regime sanktioniert hatten. Die britische Regierung will die Erlöse ausschließlich für humanitäre Zwecke in der Ukraine verwenden, während Abramovich mehr Flexibilität fordert und das Geld für "alle Opfer des Krieges in der Ukraine" einsetzen möchte, was auch russische Empfänger einschließen könnte.

Hintergrund

Abramovichs Anwälte haben in einem Schreiben an die Regierung argumentiert, dass das Geld weiterhin seinem Unternehmen Fordstam Ltd. gehört und dass er es für wohltätige Zwecke verwenden will. Sie werfen der Regierung vor, mit "politisch aufgeladenen Aussagen" den Prozess zu behindern. Als Reaktion darauf betonte die britische Außenministerin Yvette Cooper, dass das Geld bereits vor drei Jahren für die Ukraine versprochen wurde, und drohte mit rechtlichen Schritten, falls Abramovich nicht kooperiert. Die Regierung hat eine Frist bis zum 17. März gesetzt, um eine Einigung zu erzielen.

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