Stromausfall in Berlin: Experten fordern bessere Krisenvorsorge
Wichtige Fakten
- • Stromausfall im Januar 2026 betraf 100.000 Menschen.
- • Ursache war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke.
- • Kommission empfiehlt Aufbau eines Lage- und Krisenzentrums.
- • Bis 2029 soll Kernbetrieb zehn Tage durchhaltefähig sein.
- • Sprung: Investitionen notwendig dreistelliger Millionenbetrag.
Defizite nach Stromausfall
Eine unabhängige Expertenkommission hat nach dem mehrtägigen Stromausfall im Januar 2026 im Südwesten Berlins erhebliche Schwachstellen in der Krisenvorsorge der Stadt identifiziert. Dazu zählen Probleme in der Kommunikation mit der Bevölkerung, der Notstromversorgung und der Mobilfunkabdeckung. Der Ausfall betraf rund 100.000 Menschen und wurde durch einen mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Steglitz-Zehlendorf verursacht. Die Kommission unter Vorsitz des Charité-Chefs Heyo Kroemer und der ehemaligen Bahn-Managerin Sigrid Nikutta betont die Notwendigkeit einer Steigerung der Resilienz der kritischen Infrastruktur in fünf Jahren.
Empfehlungen und Maßnahmen
Die Experten schlagen den Aufbau eines Lage- und Krisenzentrums vor, das alle Krisenstäbe bundesweit vernetzen soll. Zudem soll in der Senatskanzlei ein Chief Resilience Officer etabliert werden. Dutzende Einzelmaßnahmen wie Katastrophenschutzleuchttürme und ein 72-Stunden-notfunkfähiges Mobilfunknetz ergänzen die Empfehlungen. Innensenatorin Spranger beziffert den Investitionsbedarf auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Der Regierende Bürgermeister Wegner fordert mehr finanzielle Beteiligung des Bundes wegen der besonderen Bedrohungslage Berlins als Hauptstadt.
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